Das Retina-MacBook Air ist da – fast alles richtig gemacht.

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Seit Jahren warten Fans des MacBook Airs auf eine neue Version des Laptops. Doch Apple konzentrierte sich auf das neue MacBook und dann auf die MacBook Pros. Doch das MacBook Air ist zurück und mach fast alles richtig.

Ich bin in den letzten Jahren immer wieder von meinem Umfeld gefragt worden, welches MacBook ich empfehlen kann, das MacBook Air sei doch so gut. Ich konnte zu dieser Frage nun schon lange keine definitive Antwort geben. Zum Einen startet die MacBooks bei knapp 1500€ und dann musste man sich zwischen dem 12 Zoll MacBook entscheiden, dass vielen zu klein war und nur einen einzigen Anschluss hatte und einem MacBook Pro, dessen Akkulaufzeit fraglich war und wo die Version mit dem sehr coolen TouchID Sensor gut 2000€ kostete. Das Problem habe ich ab dem heutigen Tag nicht mehr.

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Das neue MacBook Air verbessert den Uralt-Vorgänger in fast jedem Gebiet. Am Augenscheinlichsten dürfte das neue Retina-Display sein. Mit 2560×1600 Pixeln übertrumpft das neue MacBook Air seinen Vorgänger, der ein archiaisches 1440×900 Pixel Display hatte, um mehr als das Dreifache. Der Effekt dürfte der gleiche sein, den wir auch von anderen Geräten kennen. Besonders Text wirkt wie gedruckt und auch Fotos und Videos sehen deutlich schärfer aus. Apple setzt zudem, wie auch bei allen anderen modernen Macs, nun auf die IPS-Technologie, die eine bessere Farbdarstellung und eine bessere Blickwinkelstabilität auf das MacBook Air bringt.

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Trotz der ganzen Verbesserungen hat Apple den Rand um das Display deutlich verkleinert. So kann das gesamte MacBook Air in kleineren Dimensionen auftreten.
Zu den kleineren Maßen gehört natürlich auch die Dicke. Apple hat auch hier den Radierer angelegt und das MacBook Air 1,5 mm dünner gebaut. Zudem hat das MacBook Air abgenommen und wiegt mit 1,25Kg gute hundert Gramm weniger als der Vorgänger.
Das neue Design bedeutet aber auch den Abschied von einer Menge an Anschlüssen. Wie auch die anderen MacBooks setzt das MacBook Air voll auf USB-C und Thunderbolt 3, die sich aber den gleichen Stecker teilen.

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Anders als das MacBook, bietet das MacBook Air zwei vollwertige Thunderbolt 3 Anschlüsse. Diese sind nicht nur gnadenlos schnell und unterstützen auch externe Grafikkarten, sondern übernehmen auch die Funktion der Ladebuchse. Das bedeutet natürlich, dass das beliebte MagSafe nun auch vom letzten MacBook-Modell verschwindet. Auch die herkömmlichen USB-A Anschlüssen sucht man am MacBook Air vergebens. Leider gilt das auch für den SD-Kartenleser. Das mag hier weniger schlimm sein als beim MacBook Pro, bleibt aber dennoch ärgerlich. Noch immer verbaut ist aber der Kopfhöreranschluss, der bei den neuen iPad Pros fehlt.

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Als letzter Laptop der MacBook-Familie bekommt nun auch das MacBook Air die umstrittene Butterfly-Tastatur. Die ersten Generationen haben besonders aufgrund ihrer Lautstärke und Anfälligkeit für Krümel Aufsehen erregt. Die aktuellste, dritte Generation der Tastatur soll diese Mängel aber beseitigt haben. Mit der eneuen Tastatur bekommt das MacBook Air, wie auch die teuren MacBook-Pros mit Touchbar, einen TouchID-Sensor spendiert. Eine Touchbar ist aber nicht verbaut.
Dafür ist das Trackpad deutlich größer geworden und unterstützt nun auch das Drucksensitive Forcetouch.

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Im Inneren arbeitet nun ein Core i5 Prozessor, wir vermuten einen i5 8200Y, der mit 1,6 Ghz taktet und auf bis zu 3,6 Ghz boostet. Mit dem neuen Prozessor wird auch Intels aktuelle Grafiklösung verbaut, die es dem MacBook Air erlaubt entweder ein 5K-Display oder gleich zwei 4K-Displays anzusprechen. Neben dem Intel-Chip verbaut Apple auch den hauseignen T2, der im letzten Jahr sein Debut im iMac Pro feierte. Der T2 übernimmt alle sicherheitsrelevanten Features, wie TouchID oder die Festplattenverschlüsselung, beschleunigt aber auch die encodieren von H.265 Videos.

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Besondere Aufmerksamkeit hat Apple dem Aluminium gewidmet aus dem das MacBook Air gebaut wird. Anstatt das Metall aus Erzen zu gewinnen, die oft unter fragwürdigen Bedingungen für mensch und Umwelt gewonnen werden, besteht das MacBook Air aus 100% recycletem Aluminium, was die Umweltbelastung um 50% reduzieren soll.

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Insgesamt ist das neue MacBook Pro eine wirkliche Verbesserung und hebt die Produktlinie auf den aktuellen Stand. Für sich genommen ist das neue MacBook Air ein empfehlenswertes Gerät. Einzig der Preis ist, Apple-Typisch, ein wenig zu hoch angesetzt. Wo das alte MacBook Pro bei 1099€ startete, verlangt Apple für die Version mit einer mikrigen 128GB SSD stolze 1349€. Wer 256GB haben will wird ordentlich zur Kasse gebeten und zahlt schon 1599€. Bei gleicher Ausstattung, zahlt man für ein MacBook und das günstigste MacBook Pro 100€ weniger, verliert aber TouchID und, im Falle des MacBooks ein wenig Display-Größe und den zweiten USB-Anschluss.
Würde Apple mindestens 256GB anstatt der 128GB zum gleichen Preis anbieten, wäre das neue MacBook Air rundum empfehlenswert. So ist es leider gute 150€ zu teuer.

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