Der 600€ Rechner – Das Full-HD Monster

Bit Fenix Neo 100 Gehäuse

Kann man für den Preis knapp oberhalb der Xbox One X einen Rechner bauen, der alles bei Full-HD, mehr als 60FPS und hohen bis sehr hohen Einstellungen wegrendert?
Klar geht das. Und zukunftssicher ist das Teil auch.

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Xbox One X liegt bei 499€. Der Schwachpunkt der Konsole, wie auch bei der Konkurrenz, ist der extrem schwache Prozessor. Wer das nicht Glaubt, kann dazu gerne mal unseren Artikel zum Thema lesen. Das Resultat ist, dass nur wenige Spiele es schaffen konstant 60 Bilder pro Sekunde anzuzeigen. Unser 600€ Rechner schafft das in Full-HD immer und E-Sport-Titel wie CS:GO, Rocket League und Rainbow Six: Siege können sogar 120Hz Displays voll ausnutzen.
Gleichzeitig ist der Rechner extrem Zukunftssicher.

AMD Ryzen 5 1600

Prozessor: So viel Power gab es noch nie für so wenig Geld
Wie auch in unserem 350€ Rechner setzen wir hier auf einen Prozessor aus dem Hause AMD. Der Ryzen 5 1600 bietet für weniger als 150€ ganze 6 Kerne mit 12 Threads. Der Basistakt liegt bei 3,2GHz und im Turbo erreichen die Kerne 3,6GHz. Das Übertakten ist freigegeben und in der Box liegt zusätzlich auch noch ein ausreichnd guter Kühler bei.
Der Ryzen 5 1600 gehört zwar zur letzten Generation der Zen-Prozessoren, ist aber deutlich günstiger als sein Nachfolger. Das Preis-Leistungs Verhältnis ist so ungeschlagen. Die Leistung reicht locker aus um Spiele mit mehr als 60 Frames zu zocken und gleichzeitig noch in ordentlicher Qualität auf Twitch zu streamen.

MSI AMD RX 570 Armor

Grafikkarte: Endlich bezahlbar
Als Grafikkarte stellen wir dem Ryzen ebenfalls eine AMD-Karte an die Seite. Die RX 570 ist derzeit mit gut 170€ einen Ticken teuerer als die 140€ teure GTX 1050ti, bietet aber merklich mehr Leistung. Aufgrund ihrer tollen Eigenschaften für das Minen von Etherium, lag ihr Preis am Anfang des Jahres noch bei 400€ und noch vor einem Monat bei 240€. Durch den massiven Preissturz lohnt sich die RX570 wieder für Gamer. Die von uns ausgewählte RX570 Armor von MSI taktet seine 2048 Streamprozessoren mit 1168MHz Basistakt und boostet im Turbo bis auf 1268MHz hoch. Als Speicher hat die Karte massive 8GB an GDDR5 Speicher an Bord, die mit 7000MHz effektivem Takt arbeiten und über ein 256bit Interface angebunden sind. Dank der ordentlichen Kühlung der MSI-Karte lässt sie sich zudem noch gut übertakten.

MSI B350M PRO-VDH

Mainboard: Die Basis für die Zukunft
Die Mainboard bietet uns das MSI B350M PRO-VDH eine tolle Basis für das System und bietet auch eine tolle Zukunftssicherheit zum kleinen Preis von etwas über 75€. Da wir einen Ryzen der ersten Generation nutzen, können wir uns den Aufpreis für ein Mainboard der B450-er Reihe sparen. Trotzdem unterstützt das B350M PRO-VDH auch die aktuelle Ryzen-Geration bis hin zum Ryzen 7 2700X und soll auch noch die kommende CPU-Generation auf 7nm-Basis unterstützen. Wer in Zukunft also nich mehr Power braucht, kann einfach einen stärkeren Prozessor einsetzen.
Gleichzeitig unterstützt das Board auch alle aktuellen Standards. Es unterstützt USB 3.1, Platz für bis zu vier RAM-Riegel und sogar Platz für eine extrem schnelle NVMe-Festplatte. Einzig ein USB-C anschluss fehlt. Bei einem Preis von weniger als 75€ ist das aber verkraftbar.

Patriot RAM

Arbeitsspeicher: Viel MHz für das Geld
Als Arbeitsspeicher haben wir uns für zwei 4GB Sticks des Patriot Viper Elite 2800MHz entschieden. Da Ryzen sehr empfindlich auf den Takt des Arbeitsspeichers reagiert, ist schneller Speicher wichtig. Dank der zwei 4GB-Sticks haben wir mit 8GB ausreichend RAM für alle aktuellen Spiele, können aber den, bei Ryzen wichtigen, Geschwindigkeitsvorteil von Dual-Channel nutzen. Lasst dafür beim Einsetzen des Speicherriegels einfach einen Steckplatz zwischen den Riegeln frei. Wer will hat, dank des Mainboards, in Zukunft auch noch Luft um auf 16GB RAM aufzurüsten.

Festplatten: Eine SSD für maximalen Speed
Im Gegensatz zu unserem 350€ PC leisten wir uns hier eine SSD. Damit startet der PC innerhalb von Sekunden und auch Spiele starten merklich schneller und bieten kürzere Ladezeiten.
Dank der extrem günstigen SSD-Preise können wir mit der Crucial BX500 ganze 240GB für weniger als 40€ verbauen. Das ist für eine Steam-Bibliothek im Zweifel aber ein bisschen zu wenig. Deshalb hat unser 600€ Rechner zusätzlich noch eine Western Digital WD Blue mit 500GB verbaut. Die insgesamt 740GB reichen aus um ein paar Spiele auf der Festplatte zu haben. Dank des Mainboards lassen sich zudem weitere Festplatten ganz leicht in Zukunft zum Computer hinzufügen.

Netzteil und Gehäuse: Gut und günstig
Für die Stromversorgung ist, wie auch im 350€ Rechner, das Corsair VS450 verantwortlich. Die 450W Maximalleistung zusammen mit der 80plus Zertifizierung bieten zum Preis von gut 35€ eine tolle Kombination. Zum Aufrüsten bietet es zudem noch genug Luft um auch eine GTX 1080 zuverlässig mit Strom zu versorgen.
All unsere schönen Komponenten finden im BitFenix Neo100 ein hübsches und günstiges zu Hause. Es bietet zudem eine Menge cooler Feature. So kann das Netzteil mit dem Lüfter nach unten eingebaut werden um frei Luft zum Kühlen zu ziehen. Der Staubfilter sorg dafür, dass das Netzteil auch noch nach Jahren gut Luft bekommt. Zudem ist die Vorderseite ein einziger großer, offener Luftfilter. Mit dem Gehäuse selbst wird leider nur ein einzelner 120mm Lüfter mitgeliefert. Wer will, kann aber noch zwei weitere Lüfter an der Vorderseite verbauen. Diese besteht aus einem großen, offenen Luftfilter was gut für die Kühlung ist.
Ebenfalls mit an Bord sind zudem ganze drei Plätze für 3,5 Zoll Festplatten samt nochmals 3 Plätzen für 2,5 Zoll Festplatten und praktische Thumbscrews, die ein Öffnen des Gehäuses ohne Schraubenzieher ermöglichen.

Benchmarks: Rundum beeindruckend.

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Der Cinebench R15 kann Prozessoren mit vielen Kernen vollkommen auslasten und da lässt der Ryzen seine Muskeln spielen. Ein einzelner Kern des R5 1600 ist nicht sonderlich viel schneller, als der Ryzen 3 2200G, der in unserem 350€-Rechner steckt, bei Auslastung aller Kerne hingegen stopft unser Prozessor auch einen Intel i7 7700k , der auf 5GHz übertaktet war in die Tasche. Der wahr wohlgemerkt vor 18 Monaten noch der beste Prozessor, den man sich überhaupt in einen Gamingrechner bauen konnte. Firestrike setzt eher die Grafikkarte unter Höchstlast. Hier erreicht die RX570 glatt die vierfache Punktzahl der Vega-Einheit aus unserem 350€-Rechner.

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Bei den Spielebenchmarks schlägt sich unser 600€ Rechner bei einer Full-HD Auflösung fantastisch. Battlefield 1 konnten wir beispielsweise bis zum Anschlag aufdrehen und trotzdem im Schnitt mit über 60 FPS genießen und mussten nie weniger als 56 FPS in Kauf nehmen. Selbst das mieß optimierte PlayerUnkown´s: Battlegrounds, kurz PUBG, lief mit hohen Details auf sehr gut spielbaren 78 FPS im Durchschnitt und lieferte minimal 49 FPS.
Die eher E-Sport lastigeren Titel kann man sogar mit über 100 FPS genießen, falls man ein passendes Display besitzt.

 

 

Upgrades: Für viel Platz und viel saubere Luft

Wer viel zockt braucht viel Speicherplatz. Die Toshiba P300 mit 1TB Kapazität haben wir schon für unseren 350€-Rechner empfohlen. Für knapp 38€ bekommen wir eine Marken-Festplatte mit genug Platz um eine Menge Spiele und Filme zu speichern. Unser Tipp: Wenn ihr wisst, dass euch 500GB auf der HDD nicht reichen, dann upgraded direkt. Die Toshiba P300 kostet keine 20€ mehr als die Western Digital Festplatte, bietet aber doppelt so viel Speicherplatz.  Über insgesamt 1,24 TB an Speicher kann sich wirklich keiner beschweren.

Unser Bitfenix Neo100 ist ein tolles Gehäuse, das, dank seiner offenen Front einen fantastischen Airflow im Gehäuse erlaubt. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass nur ein Lüfter mitgeliefert wird. Da dieser auch noch die Luft hinten aus dem Gehäuse heraus pustet, haben wir im Inneren des Gehäuses einen leichten Unterdruck. Die Luft wird also durch jede kleine Öffnung in das Gehäuse gezogen, anstatt durch die verbauten Staubfilter. Abhilfe ist dabei nicht teuer.
Die Arctic F12 120mm Lüfter, ja wir raten euch direkt zu zweien, kosten gerade einmal 5,50€ pro Stück. Die beiden Lüfter solltet ihr in der Front montieren. Da die Front, anders als bei vielen modernen Gehäusen, einen ungehinderten Airflow ermöglicht, pusten die beiden Arctic Lüfter jede Menge frische und kühle Luft ins Gehäuse. Davon profitieren nicht nu der Prozessor und die Grafikkarte, die besser gekühlt werden kann. Dadruch dass die beiden Lüfter an der Front nun mehr Luft in das Gehäuse pusten als der einzelne Lüfter hinten hinausbefördern kann, entsteht ein kleiner Überdruck im Gehäuse. Die Luft pustet so aus allen kleinen Öffnungen im Gehäuse und Staub kann nicht auf eure teuren Komponenten gelangen. Immerhin wird die gesamte Luft im Gehäuse ja durch Staubfilter eingezogen.

 

Das Setup:
Mainboard: 76,27€
MSI B350M PRO-VDH

Prozessor: 147,90€
AMD Ryzen 5 1600

Grafikkarte: 174,90€
MSI AMD Radeon RX 570 Armor 8G OC

Arbeitsspeicher: 65,99€
2x4GB Patriot Viper Elite 2800MHz

SSD: 37,90€
Crucial BX500 240GB

Festplatte: 19,90€
Western Digital WD Blue 500GB

Netzteil: 34,99€
Corsair VS450

Gehäuse: 37,25€
Bit Fenix NEO 100 

Gesamtkosten: 595,10€

 

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