iPadOS – Das iPad wird zum Laptop-Ersatz

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Seit Anbeginn des iPads im Jahr 2010 hat sich das Tablet ein Betreibssystem mit dem iPhone geteilt, iOS. Das hat dieses Jahr, nach neuneinhalb Jahren ein Ende. Wir stellen euch iPadOS vor.

Apple hat, wie jedes Jahr seine Entwicklerkonferenz WWDC abgehalten und eine schiere Unmenge an Neuigkeiten bekanntgegeben. Wir haben hier einen Überblicksartikel für euch.

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Ein neuer Homescreen: 
iPadOS sieht zwar nicht dramatisch anders aus als iOS auf dem iPhone, aber es nutzt die größeren Displays auf dem iPad nun deutlich besser. So lassen sich in iPadOS nun deutlich mehr Apps auf dem Bisldschirm anzeigen. Zudem erhalten Widgets deutlich mehr Aufmerksamkeit. Diese lassen sich nun am linken Rand anordnen um so die wichtigsten Informationen auf einen Blick erhaschen zu können.

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Multitasking: 
Ein großer Fokus liegt in iPadOS auf dem Multitasking. So lasen sich nun gleich mehrere Apps vom rechten Rand des Displays wortwörtlich ins Display ziehen. Das ist mega praktisch um neben der Arbeit schnell mit Freunden zu chatten, die Musik zu wechseln, Kalendereinträge zu machen oder schnell etwas in Wikipedia zu suchen und danach schnell wieder vom Display zu wischen.
Ein weiteres, sehnlichst erwartetes Feature ist die Möglichkeit Apps gleich mehrfach zu öffnen. So lassen sich Links aus einer Mail schnell in eine andere Mail ziehen. Gleichzeitg ermöglicht iPadOS das Erstellen von unterschiedlichen Arbeitsflächen. So lässt sich Safari in einer Arbeitsfläche zusammen mit Word öffnen, in einer anderen aber mit einem Zeichenprogramm. Eine Übersicht über alle Arbeitsflächen erhält man nun, wie auf dem Mac mit dem Exposé-Feature.
Damit spielt das iPad nun endlich wirklich in einer Liga mit einer Vielzahl von Laptops. Ein wenig Umgewöhnung ist aber dennoch Pflicht, falls einem der Umgang mit einem iPad noch nicht in Fleisch und Blut übergeangen ist.

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Textverarbeitung und Tastatur:
Einen weiteren Schritt zum Arbeitstier spendiert Apple seinem Tablet durch eine Vielzahl von neuen Funktionen beim Schreiben. So haben die Kalifornier das Kopieren und Ausschneiden von text komplett überarbeitet. Anstatt lange auf das Display zu tippen und zu warten bis das Menü auftaucht lassen sich Texte nun per Geste kopieren, ausschneiden und auch wieder einfügen. Das dürfte dabei helfen einen besseren Arbeitsrhytmus zu erschaffen. das Gleiche gilt auch für den Cursor, der anzeigt, wo man gerade tippt. Dieser lässt sich nun einfach über den Text ziehen. Bisher musste man extrem präzise Tippen um an die gewünschte Stelle im Text zu springen. Auch bekannte Komfortfunktionen von Laptops finden den Weg in die Textverarbeitung auf dem iPad. Per Doppelklick lässt sich beispielsweise ein Wort markieren, drei Klicks markieren einen Satz und vier einen kompletten Absatz.
Wie auch in iOS13 nutzt iPadOS die QuickPath-Funktion, mit der sich Wörter durch Wischgesten schreiben lassen. Zudem lässt sich die Tastatur nun in der Größe anpassen und frei auf dem Bildschirm bewegen.
Wer eine Tastatur benutzt kann in iPadOS zudem einen ganzen haufen an Tastenkombinationen nutzen, die Profis bereits vom Mac kennen.
Auch ein weiteres Apple-Steckenpferd bekommt das iPad endlich spendiert. iPadOS führt einen systemweiten FontManager ein. Neue Schriftarten lassen sich per AppStore kaufen. Gedankliche Grüße gehen raus an Steve Jobs.
Für sich gesehen sind diese Funktionen für eine schnelle Textverarbeitung nicht wichtig. In der Summe dürften sie das Tippen an Apples Tablet aber deutlich erleichtern.

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Apple Pencil:
Der Apple Pencil erhält ebenfalls neue Funktionen. So lässt sich die Werkzeugpalette endlich an einen gewünschten Ort verschieben, sodass dieser nicht im Weg steht. Gleichzeitg lässt sich die Palette auch endlich minimieren.
Eine coole Funktion ist die Möglichkeit nun PDFs, Webseiten, Dokumente und Emails mit dem Pencil umfassend mit Notizen zu versehen. Hierzu nimmt das iPad einen Screenshot, auch von einem kompletten Dokument, das nicht vollkommen auf das Display passt, und ermöglicht so die Bearbeitung.
Im Zusammenspiel mit dem neuen MacOS Catalina erlaubt iPadOS es auch, dass das iPad als externes Display für den Mac fungiert. Der ApplePencil kann dabei aber weitergenutzt werden um, zum Beispiel in Adobe Illustrator, zu zeichnen. Sehr cool.

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Dateien: 
Oh mein Gott, endlich.
Das iPad erhält einen umfangreichen Dateimanager. Endlich lassen sich Ordner und Unterordner anlegen, Daten lassen sich per Cloud austauschen, wer will kann sogar eigene Server nutzen.
Das wohl wichtigste Feature ist aber die Unterstützung von externen Festplatten und USB-Sticks. Wer will kann mit iPadOS also seine Terabyte-Festplatte per USB-C an sein iPad Pro anschließen.

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Safari: 
Apple hat Safari für das iPad komplett umgebaut. Anstatt einer großen Version eines Handy-Browsers spricht Apple nun von einem vollumfänglichen Browser. Wer will kann also in Zukunft auch seine Google-Docs direkt im Safari-Browser auf dem iPad schreiben. Eigentlich unfassbar, dass das bisher ausschließlich über die Apps ging.
Einen weiteren Schritt zum vollwertigen Rechner geht Apple mit der Integrierung eines Download-Managers. iPadOS zeigt nun an welche Dateien als letztes mit dem Browser heruntergeladen wurde, richtet einen eigenen Ordner für Downloads in der Dateien-App ein und erlaubt auch mehrere Downloads gleichzeitig.

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iOS Funktionen: 
All die oben genannten Funktionen hat Apple nur für das iPad entwickelt. Natürlich bekommt das iPad aber auch die neuen Funktionen spendiert, die iOS13 auf das iPhone bringt. Dazu gehört ein Dark Mode, eine neue Fotos-App mit mehr Bearbeitungsmöglichkeiten, ein starker Folus auf den Schutz der Privatssphäre, eine bessere Performance und vieles mehr.
Dazu solltet ihr unbedingt unseren Artikel zu iOS13 lesen. Da haben wir alles detailliert für euch aufgelistet.

Update: 

Mausunterstützung: 
Auf der Bühne hat Apple nichts davon gesagt, aber das iPad unterstützt nun auch die Maus als Eingabegerät. Entwickler, die schon die Beta installieren können haben die Funktion unter den Bedienungshilfen gefunden.
Wer eine USB-Maus hat, kann diese nun in iOS nutzen.

Entwickler können sich die Beta von iPadOS sofort auf einem eigenen Gerät installieren. Mitglieder des Beta-Programms werden ebenfalls eine frühe Beta von iPadOS zeitnah installieren können. Wir raten davon aber dringlich ab, wenn ihr das iPad täglich nutzen wollt. Einige Apps funktionieren nicht, die Akkulaufzeit ist stark verkürzt und die Performance kann stark leiden.

Im Laufe des morgigen Tages findet ihr alle Informationen zu Apples neuer Software in unserem Übersichtsartikel hier.

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