Dermalog – Wenn die Gesichtserkennung nicht mehr ausreicht

 

Einer der Fingerabdruckleser von Dermalog. Quelle & Copyrights: Dermalog

 

Die automatisierte Auswertung von Bildateien ist schon seit einigen Jahren das große Ziel einiger Firmen. Die Auswertung von Fotos ist mittlerweile kein Problem mehr. Die Firma Dermalog hat auf der CeBIT 2014 nun ein System vorgestellt, das versucht völlig fremden Gesichtern in einem Video-Feed ein Geschlecht und ein Alter zuzuordnen.

 

 

 

 

Die Überwachung von fast allen Daten im Internet dürfte mittlerweile keinen mehr überraschen. Am offensichtlichsten ist die staatliche Überwachung allerdings in Großbritannien. In London gibt es, dank dem CCTV-System, kaum eine Ecke, die nicht mehr videoüberwacht ist. Hier kommt das Unternehmen Dermalog ins Spiel.

 

 

Weiblich und 35 Jahre alt?  Naja der Bart und mein Personalausweis sehen das anders.

Weiblich und 35 Jahre alt?
Naja der Bart und mein Personalausweis sehen das anders.

 

 

Eine Stunde Videomaterial sind gerne 90.000 Bildern mit 2 Megapixel-Auflösung.

 

 

Allein auf Youtube werden jede Sekunde mehr als eine Stunde an Videomaterial hochgeladen. Zugegeben, diese Zahlen stammen von 2012 und die Zahl dürfte mittlerweile deutlich höher sein. Dieser Menge an Daten ist mit menschlichen Arbeitskräften nicht mehr beizukommen. Um trotzdem diese Daten auswerten zu können, bedarf es einer automatisierten Auswertung im Echtzeit.
Das große Problem bei Videodateien sind die unwahrscheinlichen Datenmengen. Eine Stunde Full HD-Material besteht aus mindestens 90.000 Bildern mit 2 Megapixel-Auflösung, was fast ca. 11 GB an Daten entspricht. Der deutsche Spezialist im Bereich der biometrischen Identifizierung, Dermalog, hat nun ein System gezeigt, dass Versucht bei gleich mehreren Personen gleichzeitig nur anhand der Biometrie das Geschlecht und das Alter zu bestimmen.

 

 

Unser jüngster Kollege soll schon 52 Lenzen gesammelt haben!

Unser jüngster Kollege soll schon 52 Lenzen gesammelt haben!

 

Die Echtzeit-Auswertung funktioniert auf der CeBIT nicht zuverlässig.

 

Hierzu stellte das Unternehmen, welches zu einem Fünftel der deutschen Staatsdruckerei gehört, eine Überwachungskamera und ein Überwachungsdisplay in die Messehalle Hannover. Das System analysierte dann die vorbeigehenden Menschen, so auch uns. Das System funktioniert in der schwierigen Situation der Messe mit einer ganzen Menschentraube vor der Kamera eher schlecht als recht. So wechselte die Einschätzung des Systems ständig. So wurde unserm Redakteur Leo Mühring mit 35 Jahren ein paar Lenzen oben drauf gegeben und zwischenzeitlich wurde er sogar als Frau identifiziert, trotz Vollbart! Unser deutlich jüngerer Kollege Christian Rieseberg wurde gar mit 51 Jahre zweieinhalb  Mal so alt geschätzt, wie er wirklich ist.

 

Anscheinend verlieren wir Leo bald. Er geht in Rente.

Anscheinend verlieren wir Leo bald. Er geht in Rente.

 

 

 

Das halbe Staatsunternehmen zeigt dennoch beeindruckende Technik.

 

Dennoch zeigt Dermalog, die übrigens auch für die Implementierung der biometrischen Daten auf dem deutschen Personalausweis verantwortlich sind, wie weit man schon in diesem Bereich gekommen ist. Das System erkennt nicht nur mehrere Gesichter innerhalb Videos in Echtzeit, sondern ordnet in den allermeisten Fällen auch das richtige Geschlecht zu. Nur beim Thema Alter scheint noch ein wenig Arbeit seitens des Unternehmens nötig.

 

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