Facebook kauft Oculus Rift – 2 Milliarden Dollar für die virtuelle Realität (Video!)

Facebook kauft Oculus VR.

Facebook kauft Oculus VR.

 

Am späten heutigen Abend erschütterte Facebook erneut die Technik-Welt. Für 2 Milliarden US-Dollard kauft der Konzern die Firma Oculus VR. Warum das so überraschend ist, was Facebook mit der Firma will und warum wir einen erneuten Shitstorm erwarten, erfahrt ihr hier.

 

Es ist ein wenig mehr als einen Monat her, dass Facebook mit dem Kauf der SMS-App WhatsApp überall für Aufregung sorgte. Die Finanzwelt rätselt bis heute ob die Summe von 19 Milliarden US-Dollar nicht viel zu viel für das kleine Unternehmen ist, die Technikverrückten sind noch immer sprachlos, dass Facebook nun mehr Kurznachrichten verschickt als alle Netzbetreiber auf der ganzen Welt zusammengenommen und die Nutzer flohen scharenweise zu den Alternativen wie Threema oder Telegram. Auch sonst machte sich das Unternehmen aus Menlo Park in letzter Zeit nur wenige Freunde.
Nun lässt Zuckerberg in einem Blog-Post die nächste Bombe platzen. Der blaue Riese wird sich für 2 Milliarden Dollar die Unternehmen Oculus VR einverleiben.
Die Technikwelt steht abermals vor einer Nachricht aus dem Hause Facebook und muss sich erst einmal sammeln. Das Ungewöhnliche an diesem Kauf ist, dass Oculus VR nichts mit sozialen Netzwerken, Nachrichtenübermittlung oder ähnlichem zu tun hat. Die Firma gilt als Hoffnungsträger vieler Hardcore-Gamer und ihr Produkt, die Oculus Rift, ist ein Gaming-Zubehör.

 

Der erste Prototyp der Oculus Rift im Einsatz.

Der erste Prototyp der Oculus Rift im Einsatz.

Die Revolution der virtuellen Realität.

 

Die Oculus Rift sieht auf den ersten Blick aus wie eine überdimensionierte Skibrille mit einem schwarzen Kasten an Stelle der Gläser. In diesem Kasten sind gleich zwei kleine und hochauflösende Displays verbaut. Vor den Displays befinden sich zwei große Linsen. Was man nicht sehen kann, ist die zusätzliche Sensorik, die erkennt, wie man gerade den Kopf bewegt.
Wer zum ersten Mal dieses ungewöhnliche Gerät auf die Nase setzt, verbringt die nächsten Sekunden normalerweise mit einem offenen Mund. Die Brille erzeugt eine täuschend echte Illusion einer virtuellen Realität. Durch die zwei verschiedenen Displays erscheint alles dreidimensional. Da auch die Kopfbewegungen realistisch umgesetzt werden, ist die Immersion gewaltig. Wir selbst konnten die Oculus Rift schon auf der Gamescom 2013 und dem Kölner Medienkongress ausprobieren. Wie stark die Immersion ist könnt ihr hier in einem Video des BBC Focus Magazine sehen.

 

 

 

Die Zukunft der Kommunikation,

 

Doch was will Facebook mit einem solchen Gerät?
Laut Zuckerberg sieht er viel mehr Potential in der virtuellen Realität (VR), als nur besonders tolle Spielerlebnisse. Vielmehr sieht er die virtuelle Realität (VR) als die nächste Plattform nach den mobilen Geräten. So plant Facebook die 3D-Brille auch als Baustein für den nächsten Schritt der sozialen Netzwerke und der Kommunikation über das Internet zu nutzen.

 

Dies zeigt die Oculus Rift dem Träger.

Dies zeigt die Oculus Rift dem Träger.

Zuckerberg sieht schon den virtuellen Arztbesuch. 

 


In einem Telefonat mit Mark Zuckerberg (Facebook CEO),  Bendan Iribe (Oculus VR Mitgründer und CEO) und David Ebersman (Facebook CFO), dessen Aufzeichnung ihr hier findet, wurde Zuckerberg genauer. Der junge CEO bestätigte in dem Telefonat die Vision, dass er die Technik hinter der Oculus Rift nutzen wolle, um das soziale Netzwerk der Zukunft zu bauen. Zuckerberg träumt von der Möglichkeit, sich einfach die VR-Brille aufzusetzten, um seinen Doktor zu sehen und hofft, dass die Technik Menschen dazu befähigt „[…]nicht nur Momente sondern ganze Erlebnisse und Abenteuer[…]“ zu teilen. Der Facebook-Chef zeichnet zudem eine Zukunft in der er virtuelle und erweiterte (engl. Augmented) Realitäten als etwas sieht, dass jeder normale Mensch als selbstverständlich ansieht. Facebook will in dieser Welt natürlich ganz vorne mit dabei sein.
Der bisherige CEO von Oculus VR zeichnete die Vorteile für Oculus VR sehr genau. Iribe hofft durch die Eingliederung in das Firmennetzwerk, dass Facebook mittlerweile aufgebaut hat, dass mehr Ressourcen für das Team frei werden und die Oculus Rift an noch mehr Leute ausgeliefert werden kann, als es ohne Facebook möglich wäre.

 

 

 

Die erste Demo sorgte für viele offene Münder.

Die erste Demo sorgte für viele offene Münder.

Der Shitstorm  wird wieder gewaltig werden.

 

Doch warum erwarten wir einen Shitstorm? Nur weil Facebook wieder ein Unternehmen gekauft hat?
Zugegeben, in der aktuellen Situation ist der Internetgigant aus dem kalifornischen Menlo Park so beliebt wie faule Eier, doch der Deal mit Oculus VR ist sehr Pikant.
Die Oculus Rift ist ein Kickstarter-Projekt. Die Unterstützer haben damals mit annähernd 2,5 Millionen Dollar dem Unternehmen fast die zehnfache Summe gegeben, die es gefordert hatte. Das nun das gesamte Unternehmen an Facebook geht, dürfte einigen der Fans sehr sauer aufstoßen. Der Erfinder des unfassbar beliebten Spielphänomen Minecraft kündigte über Twitter sogar an, die Gespräche über eine Unterstützung der VR-Brille abzubrechen. Gleichzeitig ist die Gaming-Szene durchaus eine, die gerne Shitstorms auslöst und das auch kann. 

 

 

 

 

Für Facebook und Oculus VR ist der Deal super. Wir finden es trotzdem schade. 

Was halten wir also von dem Deal?
Die Summe von 2 Milliarden Dollar scheint aus unserer Sicht fast schon ein Schnäppchen zu sein. Das ist natürlich eine Menge Geld, doch das Unternehmen hat bereits 75 Tausend Einheiten der Brille verkauft, ohne überhaupt ein finales Produkt zu haben. Gleichzeitig hat letzte Woche erst Sony bekannt gegeben, dass es mit dem Projekt Morpheus die Virtuelle Realität mit einer eigenen Brille auf die Playstation 4 bringen will. Der Markt scheint also da zu sein und für Facebook ist es definitiv eine verlockende Technik.
Wir finden es dennoch schade, dass ein relativ kleines Unternehmen, das wirklich das Potential hatte, den relativ starren Markt der Spiele- und Konsolenhersteller aufzumischen, nun in die Hand des Internetkonzerns fällt. Für die schnelle Entwicklung der Brille wird Facebook ein Segen sein. Wir hätten uns einfach eine virtuelle Realität ohne den blauen Riesen im Hinterkopf gewünscht.

 

 

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