Eine Frage aus der Mitte der Gesellschaft: Ist Google Glass die Zukunft?

Google Glass Explorer Edition (2014)  Foto: Tim Reckmann

Google Glass Explorer Edition (2014)
Foto: Tim Reckmann

Ich bin gestern von einem Freund angeschrieben worden. Ich nenne ihn mal Alex, um seine Identität zu schützen. Er ist kein Technik-Geek, wie wir hier bei TTN, sonder studiert Rechtswissenschaften und ist politisch aktiv.
Seine Frage war super interessant.
Hier ist der gesamte Facebook-Chat.

Der unten stehende Chat ist direkt aus Facebook kopiert. Verzeiht also bitte alle Rechtschreibfehler.
Alex:
Grüß dich Leonard! Alles gut bei dir? Ich habe letztens mit einem Journalisten über die Vor- und Nachteile von Google Glass diskutiert. Der Kollege meinte es würde zeitnah der Tag kommen, an dem es nicht mehr möglich wäre sich ohne dieses „Spielzeug“ in der Welt zurecht zu finden. Ich, vielleicht auch etwas zu konservativ, bin leider absolut nicht überzeugt von der Vorstellung. Wie siehst du das aus deiner Sicht?
Leo:
Er allgemeine Trend, der seit Jahrzehnten zu beobachten ist, ist eine Annäherung der Computertechnik an den menschlichen Körper und die menschliche Psyche.
Das lässt sich durchaus räumlich darstellen. Am Anfang waren Computer anonyme, gebäudefüllende Strukturen, die nur für sehr wenige Dinge einsetzbar waren. Danach kamen die PCs in die Wohnhäuser und mimten quasi stationäre Rechenzentren. Der nächste Schritt waren Laptops, die wir mitnehmen konnten. Dann kamen die Windows Tablets, die zugegeben ihrer Zeit voraus waren, die Smartphones und nun die Fitnesstracker und Smartwatches, die wir als Wearables zusammenfassen.
Sollte dieser Trend weitergehen ist es durchaus möglich, dass ein Formfaktor wie Glass sich als der nächste Schritt ergeben könnte. Die Frage wird aber sein, wie schnell man CPUs effizient genug bekommt und Akkus dicht genug, sodass man akzeptable Laufzeiten bekommt. Es könnte sein, dass Integrals, als in den Körper implantierte Technik hier durch die Nutzung der Körperenergie in den nächsten 15-20 Jahren einen Vorteil haben.

Auch Software hat sich unserem Denken angepasst. Von Lochkarten über das Binärsystem zu Befehlsketten, bis schließlich das GUI, also die graphische Oberfläche im Lisa OS einen Punkt erreichte, der die Massen ansprach. Das Design konnte räumlich werden, die Maus wurde eingesetzt und so weiter. Danach kam mit Touch ein sehr „Menschliches“ Interface hinzu, dass einem Rechner und Softwareentwickler einiges abverlangt.
Durch Big Data passen wir nun Computersysteme individuell auf den Nutzer, seine Bedürfnisse und Wünsche an. Der Computer lernt Rhytmen, individuelle Abläufe, sportliche Tätigkeiten, Essgewohnheiten, Musikgeschmack, Beziehungen, den Arbeitsweg, die Schlafzeiten etc. kennen und passt sich dem an. Nutze mal Google Now und schau dann blöd aus der Wäsche wenn dir dein Handy morgens sagt, du sollst dich gefälligst beeilen, weil Stau ist oder dein Zug Verspätung hat.

Kurz gesagt.
Ich glaube auch, dass wir in eine bionische Zukunft schauen und wir sollten frühzeitig Regeln dafür aufstellen.
Wir haben schon Minority Report halbwegs umgesetzt, nur haben wir keine magischen Kinder, sondern Daten (Google mal „Precobs“… Ist kein Witz). Warum sollten wir nicht Gattaca umsetzen, nur muss man hier die Genetik durch die Elektronik ersetzen. Menschen können schon jetzt wieder sehen, hören, gehen, schneller laufen als es menschlich möglich wäre und stärker sein als jeder Mensch…

Wenn du willst kann ich dir Links schicken.

Die Links findet ihr natürlich hier.
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