PUBG Mobile – Abzocke oder genial?

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Playerunknown´s Battlegrounds, kurz PUBG, ist das Erfolgsspiel des letzten Jahres. Täglich zocken millionen von Spielern den Battle Royale Shooter. Ab sofort geht das auch auch auf iOS und Android. Wir sagen euch, ob das Spiel auch auf einem Touchscreen Spaß machen kann.

Mehr als 20 Millionen Spieler gleichzeitig tümmeln sich zu manchen Tageszeiten auf den Servern von PUBG und feueren sich mit Maus und Tastatur die Kugeln um die Ohren. Fraglich bleibt ob das Spiel, dass eigentlich auf PC-Spieler ausgelegt ist auch mit einem Touchscreen spielbar bleibt und besonders, wie die Performance auf den mobilen Geräten aussieht. Immerhin ist die PC und Konsolen-Version für ihre unterirdische Performance berühmt berüchtigt.

 

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Gameplay

Das Gameplay ist praktisch das Gleiche wie auch auf den Konsolen und dem PC. Wir rennen druch Wälder, Wiesen und Felder um in die nächste Spielzone  zu gelangen. Sehen wir dabei einen Gegner, beziehungsweise ein gegnerisches Team können wir den Kampf eröffnen. Wie gehabt werden ganze 100 Spieler auf der gleichen Karte abgesetzt. Richtig gelesen, ich habe den Singular Karte verwendet. Die neuere Map „Miramar“ fehlt in der App, was uns tatsächlich nicht sonderlich stört, da wir sie für die deutlch schlechtere der beiden Maps halten. Praktisch alle Bewegungen vom Laufen, Hocken und Liegen bis hin zum Klettern oder dem Auto fahren haben es auch in die mobile Variante geschafft. Auch die Kamera lässt sich, per Druck auf eine virtuelle Taste frei bewegen. Einzig beim Schießen wurde der Rotstift angesetzt. Hier fehlt die Möglichkeit die Waffe anzulegen, ohne ins Visier zu wechseln. In der Praxis stört dies allerdings kaum.

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Kommen wir zur Steuerung, dann PUBG Mobile hat sich einige nette Komfortfunktionen einfallen lassen, die das Spielen auf dem Touchscreen erleichtern sollen.
Das Laufen wird über einen Joystick auf der linken Seite des Displays gesteuert. Die Vorwärtsbewegung kann aber per Wischen festgestellt werden, was längere Laufwege, wie sie häufiger vorkommen, deutlich erträglicher gestalten. Das Zielen geschieht auf der rechten Displayhälfter, in dem man sienen Finger über das Spielgeschehen bewegt.
Alle weiteren Funktionen sind über einzelne Schaltflächen verfügbar. Neben der eigenen Lebensanzeige am unteren Bildschirmrand sind zudem zwei schnell erreichbare Schaltflächen platziert um Granaten oder Heilmittel zu nutzen.
Da auch noch zwei Knöpfe zum Feuern, jeweils ein Knopf für das Springen, Aufstellen, Ducken, Hinlegen und umschauen, ein Inventar-Knopf und ein Knopf zum Zielen durch das Visier hinzu kommen bedarf es in jedem Fall ein wenig Fingerakrobatik und Übung um den Überblick zu behalten. Was auf einem iPhone X oder einem Galaxy Note noch zum großen Teil beherrschbar blieb verkommt bei kleineren Geräten, wie dem iPhone SE zu einer schier unlösbaren Fingerverknotung.
Leicht von der Hand geht aber das Sammeln von Gegenständen. Läuft man über passende Gegenstände nimmt der eigene Charakter diese auf und rüstet sie sogar sofort passend aus. Gerade zu Beginn einer Runde wird PUBG oft hektisch. Jeder Spieler will so schnell wie möglich eine gute Ausrüstung und Bewaffnung finden um nicht unbewaffnet schon niedergestreckt zu werden.
Ist man ersteinmal ausgerüstet kann man per Tastendruck das Inventar öffnen und verwalten. Das dauerte bei uns allerdings länger als mit Maus und Tastatur.

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Der wirklich große Einschnitt im Gameplay ist das Schießen aus der Bewegung. Wer das Handy in der Hand hält und nicht abstellt spielt, zu mindest bei normaler Anatomie, mit seinem beiden Daumen. Das Problem dabei ist einfach. Laufen, zielen und schießen sind drei Aktionen, die von zwei Fingern gleichzeitig ausgeführt werden sollen. In unseren Augen unmöglich und zumindest auf dem iPhone furch 3D-Touch zu lösen. Auch bei anderen Spielern konnten wir das Phänomen beobachten, dass sie zum Zeilen und Schießen erst stehen blieben. Das verändert die Dynamik von PUBG Mobile gegenüber den eigentlichen Spiel deutlich, zeigt aber auch eines der größten Gameplay-Probleme auf. In der Theorie unterstützen sowohl Android-Geräte, wie auch die aus dem Hause Apple, Controller zum spielen. Zwar beinhaltet die jetzige Spielversion noch keine offizielle Unterstüztung für Controller, doch gerade für Android existiert schon ein Workaround. Sollte ein Update in Zukunft eine Unterstützung von Spielecontrollern in das Spiel integrieren werden Spieler, dich auf dem Touchscreen spielen kaum noch eine Chance haben.

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint das Spiel viele Spieler zumdem durch Bots zu ersetzen. Da diese allerdings von eher geringer Intelligenz sind, sind die Bots Kanonenfutter. Der Unterschied zu echten Spielern ist sehr deutlich zu merken.

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Anders als in der ursprünglichen PUBG-Version gibt es in der mobilen Variante nicht nur die bekannten Lootboxen, sondern auch ein klassisches Fortschritts-System bei dem man in Rängen aufsteigt. Ebenfalls aus anderen mobilen Spielen bekannt sind Belohnungen für das tägliche Spielen. Ganz neu für PUBG sind die so genannten Seasons. Die erste Season dauert bis April und bietet in sich nochmals eigene Herausforderungen. Neben den normalen Rängen kann man auch noch innerhalb jeder Season aufsteigen. All das war anfangs durchaus verwirrend, aber es soll Spieler dazu ermutigen möglichst viel und häufig zu spielen. Ständig baumelt die nächste Karrotte vor einem, die man mit einer weiteren Runde locker erreichen kann.

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Technik

Technisch gesehen ist PUBG Mobile mehr als beeindruckend. Natürlich sieht die App nicht so gut aus wie die PC-Version, dennoch ist es bemerkenswert, dass ein solch großes Spiel mittlerweile auf einem Handy laufen kann.
Die Karte ist exakt die gleiche, die es auch auf der Konsole und dem PC gibt. Einzig Details wie einige Steine und das Layout der Häuser wurde angepasst. Zudem gibt es im gesamten Spiel keine Fensterscheiben und die Zäune zerlegt es auch nicht mehr so effektvoll. Man merkt dem Spiel an, dass es auf der gleichen mächtigen Engine läuft wie die ursprüngliche Version es wirkt nur so als wenn die Entwickler einen sehr sehr sehr niedrigen Grafikmodus in das Spiel eingefügt hätten.
Die Sichtweite, Auflösung und der Detailgrad kann über drei vorgefertigte Einstellungen festgelegt werden. Gerade auf der höchsten Einstellung gehört PUBG Mobile aber definitiv zu den hübschesten Handyspielen, die wir kennen. Neben den vorgefertigten Einstellungen kann man auch die Bildwiederholungsrate (Framerate) festsetzen, auf der man gerne spielen möchte. Hier raten wir dringend, falls möglich, auf der höchsten Stufe zu bleiben und bei Rucklern lieber den Detailgrad zu senken.
Die beste Erfahrung haben wir auf Apples iPhone X gehabt. Selbst auf der höchsten Grafikeinstellung haben wir immer ruckelfrei spielen können. Samsungs Galaxy S8 hat zumindest auf der mittleren Grafikqualität das Spiel durchgehend flüssig darstellen können.

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Mein größter Tipp an alle Spieler ist das Benutzen von Kopfhörern. Ähnlich der PC-Version sind Töne extrem wichtig um Gegner orten zu können. Die Tonqualität ist dabei nicht so genau und gut aufgelöst wie bei den anderen Versionen, aber es reicht noch immer aus um eine ungefähre Idee zu haben wo sich Gegner aufhalten.

Der Netzcode seint zudem sehr datensparend ausgelegt zu sein. Furchtlos haben wir unser eigenes Datenvolumen geopfert um euch sagen zukönnen, ob sich eine Runde PUBG auch im Bus lohnt oder ob das Spiel das Datenvolumen sprengt. In einer Runde, die wir fast bis zum Ende gespielt haben, hat das spiel nur schmale 17 MB mit dem Internet ausgetauscht. Wir hatten da tatsächlich einen deutlich größeren Verbrauch erwartet. Netzwerkverzögerungen oder Lags sind zudem bisher nicht aufgefallen.

Fazit

PUBG Mobile lohnt sich für alle, die ein aktuelles Smartphone haben. Das Spiel ist im Endeffekt ein kompletter Port des PC-Version. Fast alle Inhalte und Funktionen haben den Sprung auf die mobilen Endgeräte geschafft.
Wer längere Bahnfahrten zu überstehen hat oder sonst irgendwie eine halbe Stunde vernichten muss ist mit PUBG Mobile gut aufgehoben. Der geringe Bedarf an mobilen Daten macht sogar das Spielen im LTE-Netz möglich.
Wer ein älteres Gerät besitzt sollte allerdings vorsichtig sein. Das Spiel fällt gerne unter die flüssigen 30 FPS was in einem Kampf schnell das virtuelle Leben beendet.

Da die App auch noch kostenlos zum Download steht gibt es also, bis auf die In-App Käufe für kosmetische Gegenstände und die Lootboxen, wenig an PUBG Mobile auszusetzen. Sehr gut.

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