Der Mac mini – Totgesagte werden stärker

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Nach gut 4 Jahren hat Apple endlich ein Update für den Mac mini gebracht. Dieser entwickelt sich vom Einsteiger-Mac zu einer kleinen Workstation mit beeindruckernder Leistung.

Hätte man im letzten Jahr eine Umfrage unter Tech-Journalisten zum Thema Mac mini gemacht, hätten wohl nicht wenige angegeben, dass der Mac mini im Sterben läge. Das war eine klare Fehleinschätzung, wie sich heute herausstellte. Der Mac mini ist zurück und ist stärker und vielseitiger als je zuvor.

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Beim Design hat Apple praktisch nicht geschraubt. Einzig die Farbe hat sich geändert. Wie der iMac Pro kommt auch er Mac mini nun im dunklen Space Grau daher. Ansonsten bleibt der kleine Mac ein Alu-Quadrat, dass unauffälliger kaum sein könnte.

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Im Inneren hat sich allerdings eine Menge getan. Selbst in der Basisausstattung wird der Mac mini mit einem Quadcore Core i3 ausgestattet, der mit 3,6 Ghz taktet. Wer will kann sich aber auch einen i7 mit 6 Kernen und 3,2 GHz Takt und 4,6 GHz Boost in die kleine Kiste basteln lassen. Auch beim Arbeitsspeicher deckt der Mac mini nun eine große Bandbreite ab. Die mindestens 8GB reichen für den normalen Anwender aus, wer die kleine Alu-Box aber als Workstation nutzen will kann bis zu 64GB verbauen. Bei den Speicherausstattungen ergibt sich ein ähnliches Bild. Die mikrigen 128GB, die in der kleinsten Version stecken, lassen sich auf geräumige 2TB erweitern, wenn man das nötige Kleingeld springen lässt.
Insgesamt lässt sich so von einem ausreichend schnellen Heimrechner bis hin zur potenten Workstation alles in den kleinen, unauffälligen Mac mini stecken. Diese Bandbreite ist beindruckend.
Wie auch alle anderen modernen Macs verbaut Apple zusätzlich in allen Versionen den eigenen T2-Chip. Dieser kümmert sich im Mac Mini besonders um die Verschlüsselung von Daten.

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Auch bei den Anschlüssen wird der Mac mini endlich auf den aktuellen Stand gebracht. Neben zwei USB 3.0 Anschlüssen, die den herkommlichen USB-A Anschluss haben, finden sich auch vier Thunderbolt 3 Anschlüsse. Wer mehr Grafikleistung braucht, kann also eine externe GPU an den Mac mini schließen. Sehr willkommen ist zudem der HDMI 2.0 Anschluss und der Kopfhöreranschluss, den Apple bei den iPhones und iPad Pros gestrichen hat. Wer den Mac mini in einem professionellen Umfeld anwenden will wird sich zudem über die Option freuen, dass der kleine Mac nun mit einem 10Gbit Ethernet-Anschluss ausgestattet werden kann.

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Beim kleinsten aller Macs ist der Preis ein wichtiger Faktor. Der Startpreis des Mac mini liegt bei, für Apple moderaten, 899€. In dieser Konfiguration dürfte der verbaute Quadcore und die 8GB Arbeitsspeicher ausreichen. Fast schon unverschämt ist allerdings die mikrige SSD mit 128GB Speicher. Das Upgrade auf 256GB kostet zudem happige 250€. Wer den Mac mini voll ausstattet bekommt mit dem Intel Hexacore, 64GB Arbeitsspeicher, 2 TB SSD und dem 10Gbit Anschluss natürlich eine gut ausgestattete Workstation, muss dafür allerdings auch 4969€ bezahlen.

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Insgesamt ist der neue Mac mini ein solides Update. In der Basisaustattung hätte ich mir, ähnlich wie beim neuen MacBook Air aber 256GB anstatt 128GB auf der SSD gewünscht, besonders da der Sprung auf 256GB Speicher sehr überteuert ist. Wirklich beeindruckend ist aber wie viel Power Apple in die kleine Maschine packen kann, wenn man dafür zahlen will. Der Mac mini wird vom Einstieg in die Mac-Welt, über die Programmierung von Apps bis hin zum Einsatz in Serverfarmen genutzt. Diese bandbreite spiegelt sich in der neuen Version wieder. Wer aber einfach nur einen Mac braucht um, zum Beispiel, für iOS Apps zu entwickeln, findet mit dem Mac mini nun eine gute Option. Eine externe Festplatte sollte man aber auf jeden Fall einplanen.

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