Editorial: Tablets und ihr Format – Leo hat sich für 4:3 ausgesprochen, ich halte dagegen!

Tablets und ihr Format – Leo hat sich ja für das Format von 4:3 ausgesprochen, ich halte dagegen!

Tablets sind portable Unterhaltungshardware. Sie sollen mobil, handlich und leicht sein. Tabelts sind für die Zielgruppe gemacht, die viel draußen oder auf Reisen sind; und seine sie noch so kurz, wie beispielsweise bei Pendlern. Diese Zielgruppe soll trotzdem von Unterhaltungsmedien nicht ferngehalten werden und diese Nutzen können. Dem mobilem Internet sei Dank!

Das Google Nexus 7. All Rights reserved by Google.  Picture: Jordan Newman

Das Google Nexus 7.
All Rights reserved by Google.
Picture: Jordan Newman


Wie mein Vorredner festgestellt hat, sind 16:9 Displays dafür gemacht Medieninhalte, wie Videos oder ähnliches, wiederzugeben. Das ist für mich schon einmal der erste Pluspunkt. Ich kann Videos gucken, ohne davon genervt zu werden, dass nicht der ganze Bildschirm ausgefüllt ist, sondern schwarze Ränder mein Filmerlebenis trüben.
Und auch in der heutigen Zeit gibt es Leute, die keinen Fernseher mehr brauchen. Ich persönliche habe keinen Fernseher, wenn die Xbox angeschaltet wird, wird sie über Kabel an den PC-Bildschirm angeschlossen. Funktioniert für mich genauso gut. Wenn ich Videos und Filme schaue, dann meistens aus dem Bett heraus, da reicht mir locker mein Laptop Display oder ein Tablet in 16:9, wie mein Nexus 7! Weiterhin kann ich über die wunderbare „Andere Geräte“ –Funktion des Chrome for Android Browsers, wenn die Xbox läuft, die Youtube Anwendung der Xbox mit meinem Tablet steuern. Ganz simpel und komfortabel. Bei den kleineren Displays fällt die Auflösung nicht mehr so schwer ins Gewicht, da die ppi ausreichend hoch bleibt.

Beim Punkt des Surfens, kann ich Leo nur widersprechen. Gerade bei größeren Seiten bei denen sich Inhalte etwas weiter unten befinden sollten, ist ein 16:9 Display in aufrechter Haltung entspannt, da ich trotzdem alles lesen kann und schneller relevante Informationen finde. Bei Leos Artikel wäre es mir mit einem 4:3 Display nicht möglich so viel zu sehen, wie auf einem 16:9 Display.

Unsere Website im 4:3 Hochformat

Unsere Website im 4:3 Hochformat

Unsere Website im 16:9 Hochformat.

Unsere Website im 16:9 Hochformat.

Im Bereich der Fotografie muss ich Leo Recht geben. Das liegt aber an den Auflösungen, in denen die Fotos geschossen werden. Jedoch muss ich sagen, dass Tablets für mich primär keine Kamera benötigen müssten. Den Trend, den man in Köln immer mehr kommen sieht, dass Touristen mit ihren iPads den Kölner Dom fotografieren ist mir leider etwas suspekt. Die Kameras in den mobilen Geräten werden sicherlich immer besser, aber für wirklich gute Fotos kommt man nicht um eine gute kleine Digitalkamera oder eine Spiegelreflexkamera herum. Die Bilder, auf denen Konzertbesucher den Menschen hinter sich die Aussicht auf die Künstler nur durch den iPad-Bildschirm ermöglichen, sind mir ebenso zuwider. Tablets eignen sich nur  bedingt zum Fotografieren; allein schon der Handhabbarkeit wegen.

Ein schlankes 16:9 Tablet, wie das Nexus 7,
kann man beispielweise schnell in der Gesäßtasche verstauen

Um auf meine Anfangsthese einzugehen, möchte ich noch einmal kurz erwähnen, dass Tablets für den mobilen Einsatz gedacht sind. Daher finde ich auch 4:3 Tablets unpraktisch. Ein schlankes 16:9 Tablet, wie das Nexus 7, kann man beispielweise schnell in der Gesäßtasche verstauen. So kann man einer netten Dame mit ihrem Kinderwagen helfen oder etwaige gute Taten vollbringen, bei denen beide Hände gebraucht werden.  Bei den iPads oder dem HP Touchpad ist das nicht möglich. Auch wegen der Größe, aber auch der Formfaktor verhindert dies. Das iPad Mini würde auch in keine Gesäßtasche passen. Mobil sein heisst auch, Geräte mit möglichst wenig Aufwand bedienen zu können. Dafür gehört auch, dass man beispielsweise im Notfall das Gerät mit einer Hand bedienen kann.
Ein schmaler Formfaktor ist hier Gold wert. Grundsätzlich ist für mich persönlich die Ansicht auf ein großes 16:9 Display angenehmer, da ich die Fluchtpunkte der Ecken und Kanten von meinem Laptop-, PC-und Handydisplay kenne. Daher ist es allen für mein Auge auch angenehmer diese Displays anzuschauen.
Und mal ganz nebenbei gesagt; das 16:9 ist unserem natürlichen Sichtfeld viel näher als das fast schon quadratische 4:3.

Wie seht ihr das? 4:3 oder doch 16:9? Mobile Entertainment-Nutzung oder doch nur auf der Couch im Internet surfen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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Ein Gedanke zu „Editorial: Tablets und ihr Format – Leo hat sich für 4:3 ausgesprochen, ich halte dagegen!

  1. Ich habe nichts dagegen, dass es Tablets mit einem Seitenverhältnis von 16:9 gibt und das diese weit verbreitet sind. Ich finde aber schade, dass es fast keine mit einem Seitenverhältnis von 4:3 gibt. Unterschiedliche Nutzer haben unterschiedliche Bedürfnisse. Ich persönlich finde bei einer Displaydiagonalen von 10″ und für ernsthafte Anwendungen das Seitenverhältnis 4:3 besser. Die meisten Anwendungen – ob Browser, Textverarbeitungs- oder Bildbearbeitungsprogramm – haben oben Menüleisten und unten Statusleisten. Dazu kommt bei Windows noch die Taskleiste. Die eigentliche Arbeitsfläche ist dadurch viel flacher als das Displayformat und damit bei 16:9 Tablets fast unbrauchbar. Gleichzeitig ist die Arbeitsfläche, wenn man 16:9 Tablets hochkannt nimmt, zu schmal und die Menüleisten sind abgeschnitten.
    Unabhängig von der Anwendung ist ein 16:9 Tablet mit einer Displaydiagonalen von 10″ unhandlicher als ein 4:3 Tablet mit der gleichen Displaydiagonalen: Es hat mehr Rand und ist schwerer bei gleichzeitig geringerer Bildfläche (erklärt durch den Satz von Pythagoras). Im Querformat kann man ein solches 16:9 Tablet kaum mit einer Hand halten.

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