Editorial: 16:9 ist blöd – ganz besonders auf Tablets.

Das iPad (4th Gen)  mit einem 4:3 Display.

Das iPad (4th Gen) mit einem 4:3 Display. (All rights reserved by Apple Inc.)

Die Flut von neuen Tablets reißt nicht ab. Gerade unter den Betriebssystemen Android und Windows 8 sind im letzten halben Jahr eine erstaunliche Anzahl von Modellen auf den Markt gekommen.
„Alle Unbrauchbar!“
Das wäre wohl meine Stammtischparole.
Natürlich sind unter den ganzen Tablets auch welche dabei, die gerade beim Preis-/Leistungsverhältnis neue Maßstäbe setzen. Natürlich sind viele der Tablets brauchbar. Als „bestes“ Tablet kommen sie für mich persönlich aber nicht in Frage. Für mich ist und bleibt das iPad das beste ARM-basierte Tablet auf dem Markt.

Ein erstaunlich klares Statement für jemanden, der eigentlich versucht so neutral wie möglich zu sein.

Meine Probleme bei allen anderen Tablets ist das Format des Displays.
Nicht die Geschwindigkeit, nicht die Displayschärfe (ppi), nicht das Betriebssystem oder irgendein anderes technisches Merkmal ist für meine Kaufentscheidung so wichtig, wie das Format des Displays.
Die allermeisten Tablets heutzutage sind mit einem Display im 16:9-Format ausgestattet so wie die meisten Handys und auch Fernseher. Das Format ermöglicht es, dass Filme und Videos ohne lästige schwarzen „Ränder“ angezeigt werden.

Ich habe schlicht und einfach bessere Geräte für die Wiedergabe von Videos bereits im Haus.

Eine feine Sache, möchte man meinen.
Zugegeben, es ist eine feine Sache, aber Videos und Filme sind leider nicht die Szenarien in denen ich ein Tablet nutze. In einer Welt voller SmartTVs und Streamingboxen schicke ich Internetvideos einfach an den Fernseher und gucke sie dort. Das Bild ist um ein Vielfaches größer und meine Soundanlage, die an den Fernseher angeschlossen ist, schlägt die mickrigen Tabletlautsprecher mit Lichtjahren Vorsprung.
Ich habe schlicht und einfach bessere Geräte für die Wiedergabe von Videos bereits im Haus.

Ehrlich gesagt finde ich, dass sogar ein Galaxy Note 2 mit einen massiven 5,5 Zoll Bildschirm
für ein angenehmes surfen ein zu kleines Display hat.

Auch unterwegs brauche ich kein Tablet um Videos zu gucken. Mein Smartphone macht das auch ganz hervorragend und Hollywood-Blockbuster schau ich mir wirklich nicht in der Bahn an und möchte es auch gar nicht. Wenn ich mein Tablet nutze, dann surfe ich damit. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich kein großer Fan von Phabelts und habe daher ein vergleichsweise kleines Smartphone. Viele Internetseiten sind mir einfach zu klein. Ehrlich gesagt finde ich, dass sogar ein Galaxy Note 2 mit einen massiven 5,5 Zoll Bildschirm für ein angenehmes surfen ein zu kleines Display hat.
Das Problem mit dem Format 16:9 beim Surfen ist, dass die große Mehrheit der Seiten im Internet für das 4:3-Format geschrieben wurden. Mit einem 16:9-Bildschirm bekomme ich entweder ein sehr gestrecktes Bild der Seite, oder nur einen kleinen Ausschnitt, falls ich das Gerät quer halte.

Hier habt ihr ein paar Vergleichsfotos.

Foto 21.06.13 22 37 56

Unsere Website im 16:9 Querformat

Unsere Website im 4:3 Querformat.

Unsere Website im 4:3 Querformat.

Foto 21.06.13 22 37 47

Unsere Website im 16:9 Hochformat

Unsere Website im 4:3 Hochformat

Unsere Website im 4:3 Hochformat

Die meisten Bilder der Handy-Kameras werden in einem 4:3 Format aufgenommen. 

Das 4:3 Format bietet aber auch auf einem anderen Anwendungsgebiet noch Vorteile. Die meisten Bilder der Handy-Kameras werden in einem 4:3 Format aufgenommen. Gerade in Verbindung mit einem hochauflösenden und hochwertigen Display liegt der Vorteil auf der Hand. Fotos werden fast ohne Ränder angezeigt, sehen toll aus und bei einem Tablet hält man seine Fotos quasi in der Hand.
Spiegelreflex-Kameras hingegen nutzen meist ein Format zwischen 16:9 und 4:3. Hier sind auf allen Displays schwarze Balken an der Tagesordnung.

Ein DSLR-Foto auf einem 4:3 Display.

Ein DSLR-Foto auf einem 4:3 Display.

Ein DSLR-Foto auf einem 16:9 Display.

Ein DSLR-Foto auf einem 16:9 Display.

Ein Bild eines iPhone 4 auf einem 4:3 Display

Ein Bild eines iPhone 4 auf einem 4:3 Display

Bild eines iPhone 4 auf einem 16:9 Display.

Ein Bild eines iPhone 4 auf einem 16:9 Display.

In meinen Augen ist es immens schade, dass anscheinend kein Hersteller von Android-Tablets ein Display in diesem Format verkaufen will.

Der geheime Königsweg für alle die Apple unbedingt umgehen wollen ist HPs Touchpad.

Google hat mit dem Jelly Bean Android eine grundsätzlich sehr gute Plattform gebaut. Gerade große, Bildbasierende Widgets profitieren auf größeren Displays ungemein und ich wünsche mir insgeheim, dass Apple auch ähnliche Funktionen auf dem iPad anbieten würde.
Der geheime Königsweg für alle die Apple unbedingt umgehen wollen ist HPs Touchpad. Das mittlerweile schon ein wenig betagte und schon lange eingestellte Tablet ist nämlich extrem beliebt unter den Machern des so genannten Cyanogen Mods.
Mit Hilfe dieser Software lässt sich sogar die neuste Android-Version Jelly Bean auf das mittlerweile 2 Jahre alte Tablet bringen.
Wie genau ihr das macht, werden wir euch in Zukunft nochmal genauer zeigen.

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3 Gedanken zu „Editorial: 16:9 ist blöd – ganz besonders auf Tablets.

  1. Pingback: Editorial – Tablets und ihr Format – Leo hat sich ja für die Auflösung von 4:3 ausgesprochen, ich halte dagegen! | thetechnologicals

  2. Es gib übrigen sehr wohl Android Tablets mit dem Seitenverhältnis 4:3. Einige Beispiele gefällig: Cube U9GT5, Archos 97 Platinum HD, Xoro PAD 9718DR etc. Die meisten mit aktuellem Jelly Bean Android.

    Ihr sollte das nächste Mal vielleicht besser recherchieren.

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