Im Schatten der Scheinwerfer – Im Schatten der neuen Konsolen Generation drängt Apple auf den Markt

Xbox One oder Playstation 4? Eine Glaubensfrage in den Reihen der Gamer.
Nachdem Microsoft den wohl unterirdischsten Start der Geschichte im Bereich Konsolen hingelegt hat, nehmen die Vorbesteller der Xbox One wieder zu. Guckt man allerding auf die Amazon Vorbestellerliste, dann verzeihen viele Spieler dem Konzern aus Redmond nicht. Die PS4 liegt weiterhin in Führung.
Doch still und leise, ja fast unbemerkt schiebt, sich ein Neuling auf das umkämpfte Schlachtfeld. Apple!

MetalStorm: Wingman unterstützt Apple TV Quelle: Apple


E3 2013.
Die Größte Spielemesse der Welt ist gerade gestartet. Unumstritten ist die neue Generation der Konsolen von Sony und Microsoft der unangefochtene Star der Show. Fieberhaft haben die Spieler der Welt diesen 10. Juni erwartet. Beide Unternehmen haben Pressekonferenzen angesetzt. Microsoft wird zuerst seine Xbox One vorstellen und Sony wird direkt im Anschluss zum Gegenschlag ausholen, der ihnen die erste Runde im Kampf um Marktanteile einbringen wird. Nur knapp 900 Kilometer entfernt steigt ein weiteres Event, dass nach großer Aufmerksamkeit schreit. Apple eröffnet die Hauseigene Entwickler-Konferenz, die WWDC.
Traditionell stellt Apple an diesem Tag neue Hardware, aber vor Allem neue Software vor.
Das Problem dabei: Apples Präsentation findet zeitgleich zur Präsentation der Xbox One statt. Die Gamingwelt schaut nach Las Vegas, der Rest der Technikwelt richtet die Augen nach San Francisco. Fast zeitgleich gingen an beiden Orten die Lichter aus und die Präsentationen starteten.

Apple unterstützt ab der neusten Version von iOS Contoller,
wie man sie von den Konsolen her kennt.

Microsofts Xbox-Event erzürnte schon schnell die Welt der Spieler. Mit Online-Zwang und DRM-Gängelung machte sich Microsoft keine Freunde, brachte Twitter allerdings zum Explodieren. Apple hingegen versuchte sich aus der Kritik der letzten Monate zu lösen und neue Wege zu gehen. Viel Neues hatten die Kalifornier zu zeigen. Das Tempo der Ankündigungen war hoch und mitten im ganzen Trubel ging eine Neuerung des neuen Betriebssystems für iPhones, iPads und iPod touchs, iOS7, unter.
Apple unterstützt ab der der neusten Version von iOS  Spiele-Controller, wie man sie von den Konsolen her kennt. Im Getöse der E3 und Microsofts blamablen Präsentation ging dieses Detail jedoch fast komplett unter.

Mit dieser Ankündigung geht Apple einen entscheidenden Schritt in den Markt der Konsolenhersteller und könnte damit den Markt revolutionieren.
Die Rechenleistungen von Tablets und Smartphones werden in den letzten Jahren immer potenter. Mit der wachsenden Rechenleistung ist auch die Grafik der Spiele für die Geräte immer besser geworden. Spiele wie das Taktikspiel „Xcom:Enemy Unknown“, oder das hervorragende Adventure „The Walking Dead“ werden eins zu eins auf die Geräte aus Apples Ökosystem übertragen und sehen fast so gut aus wie ihre Versionen auf PC, Xbox 360 und Playstation 4.

Die Konsolen hingegen haben bis jetzt einige klare Vorteile.

Die Konsolen hingegen haben bis jetzt einige klare Vorteile. Die Displays von Apples Geräten sind relativ klein. Apples größtes Gerät mit iOS, das iPad, bietet nicht einmal 10 Zoll in der Bildschirmdiagonale. Kein vergleich zu den riesigen Flachbildfernsehern, die mittlerweile in deutschen Wohnzimmern stehen. Zudem sind die Konsolen meist in das häusliche Entertainment-System eingebettet. Sie spielen Blu-Rays, oder zumindest DVDs ab und geben den Ton über das heimische Sound-System aus. Der mickrige Klang der iPad-Lautsprecher wirkt da fast schon bemitleidenswert. Zudem entwickeln mittlerweile fast alle namhaften Studios für die Konsolen von Sony und Microsoft.
Nicht zuletzt lassen sich die Spiele auf den Konsolen aber per Controller steuern. Die Steuerung ist so deutlich präziser und man verdeckt keine Spielinhalte mit den eigenen Fingern au einem Touchscreen. Doch Apple hat eine Lösung für die Probleme.

Das Ass im Ärmel der Kalifornier heißt Apple TV.

Das Ass im Ärmel der Kalifornier heißt Apple TV. Herbei handelt es sich mit Nichten im den schon lange erwarteten Fernseher mit dem Apfel-Logo, sondern um eine kleine schwarze Box, die sich an den Fernseher anschließen lässt. iPhone, iPod touch und iPad geben im Zusammenspiel mit dem Apple TV das Bild an einem Fernseher aus – in Full-HD. Auch der Ton wird direkt an den Fernseher, oder die heimischen Boxen ausgegeben. Mit der Ankündigung im neuen iOS 7, dass wohl ab September für Geräte ab dem iPhone 4 bereit steht, auch Controller zu unterstützen räumt Apple einen weiteren Nachteil aus. Von den Spielen her muss sich Apple ebenfalls nicht verstecken. So gut wie alle großen Publisher haben bereits Spiele für Apples iOS entwickelt.
Mit dieser Kombination aus Apple TV und einem iPad der neusten Generation könnte sich Apple wirklich einen Namen im hart umkämpften Markt der Konsolenhersteller erkämpfen. Der Vorteil der Spiele in Apples Ökosystem ist der Preis. Die oben genannten Spiele sind deutlich günstiger für iPad und iPhone als für die Konsolen oder den PC.

Zusätzlich bringt Apple jährliche Updates für seine Geräte. Den Nachteil in der Rechenkraft könnten die Jungs und Mädels aus Cupertino also in den nächsten Jahren schließen. Sony und Microsoft haben für die jetzige Konsolengeneration immerhin 7 Jahre gebraucht. Bei der Vorstellung der PS3 und der Xbox 360 gab es noch kein iPhone, geschweige denn ein iPad.

Sollte Apple also weiterhin auf dem Markt der Computerspiele drängen müssten sich die Platzhirschen schnell an die neue Situation anpassen.

Sollte Apple also weiterhin auf dem Markt der Computerspiele drängen, müssten sich die Platzhirschen schnell an die neue Situation anpassen.
Denn eine Kombination aus iPad und Apple TV lässt sich zurzeit ab 579€ erstehen. Die Xbox One wird mit 499€ nicht weit davon entfernt sein. Und anders als eine Konsole lässt sich ein iPad auch für andere Sachen nutzen, die nichts mit dem heimischen Daddeln zu tun hat und lässt sich auch unterwegs nutzen.  Gleichzeitig könnte Apple den Druck im Markt erhöhen, sollte der Computerriese wirklich einen eigenen Fernseher vorstellen.

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