Ein iPhone ist exklusiv? – Schonmal etwas vom Ubuntu Egde gehört? (Video!)

Ubuntu ist eigentlich dafür bekannt, Linux in eine sehr gut nutzbare Form zu pressen. Die neusten Versionen des Betriebssystems können durchaus als günstige Alternative zu Windows überzeugen und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Mit dem Ubuntu-Betriebssystem für Smartphones und Tablets versuchen die Entwickler nun noch mehr Menschen von dem offenen System zu überzeugen.
Doch die Entwickler von Canonical gehen noch weiter und wollen nun das beste Handy aller Zeiten ins Leben rufen, das Ubuntu Edge. Ein Rekord ist den Machern schon jetzt sicher.

Das Smartphone Ubuntu Edge soll die Formel 1 der Smartphones repräsentieren. Laut der Hersteller-Firma Canonical spiegelt das Gerät genau die gleichen Werte wieder, wie die Königsklasse des Rennsports. In kleinen Auflagen soll die beste aktuell mögliche Technologie verbaut werden.
Um das zu ermöglichen hat das Unternehmen Canonical die größte Crowdfunding-Initiative aller Zeiten ins Leben gerufen. In nur 31 Tagen will das Unternehmen 32 Millionen US-Dollar für die Produktion einnehmen. Eine solche Kampagne hat bis jetzt noch kein Unternehmen gewagt. Die bisher größte Campagne im Sektor des Crowdfundings ist das Spiel Star Citizen mit ca. $15 Millionen an Unterstützung.
Mit $775 (585€) bis $830 (626€) ist das Edge in keinem Fall günstig. Zudem muss man noch $30 Versand und die Mehrwertsteuer in Deutschland mit einrechnen. Ein happiger Preis, doch für einen Formel 1-Vergleich fast schon günstig. Sollte das Geld allerdings nicht innerhalb der 31 Tage zusammenkommen, dann wird das Edge nicht gebaut und alle Unterstützer bekommen anstandslos ihr Geld wieder, abzüglich der Verwaltungskosten. Sehr löblich und somit absolut risikofrei.

Die Rückseite des Ubuntu Edge. Quelle: Indiegogo

Doch kann das Handy das halten, was es verspricht?

Doch kann das Handy das halten, was es verspricht?
Auf dem Papier macht das Edge eine extrem gute Figur. Die verbauten Materialien sind in jedem Fall unerhört hochwertig.
Das Smartphone wird aus dem amorphen Metall gebaut. Dieses Metall ist, laut Wikipedia, merklich stärker als herkömmliche Metalle und ist eine der modernsten Metallformen, die es zurzeit gibt. Besonders die Resistenz gegen Verformungen klingt fantastisch, da dies bei heutigen Smartphones aus Metall der größte Nachteil ist. Auch das Glas auf der Vorderseite des Handys ist aus einem der härtesten Materialien, die heute bekannt sind. Das verbaute Saphirglas steht auf Platz zwei der härtesten Materialien, die wir kennen. Nur ein reiner Diamant ist noch härter. Ein gesprungenes Display, das viele iPhone 4 /4S Nutzer zu beklagen haben, dürfte bei einem Ubuntu Edge somit ein seltener Schaden sein.
Als Display wird ein 4,5 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 1280x 720 Pixeln zum Einsatz kommen. Damit liegt die Displayschärfe auf dem Niveau des iPhones. Pixel dürfte ein normaler Mensch nicht mehr erkennen können.
Das High-End Niveau setzt sich im Inneren des Edge fort. Ein noch nicht genannter Multi-Core Prozessor, der erst zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt wird, um die neuste Technologie verbauen zu können, wird von unglaublichen 4 GB Arbeitsspeicher flankiert. Auch die Speichergröße für Daten, Fotos, Music etc. von 128 GB ist für Smartphones unerhört. Selbst Handys mit erweiterbarem Speicher schaffen solche Höhen so gut wie nie. Von der reinen Rechenpower könnte das Edge locker in der Laptop-Liga mitspielen. Um diese massive Rechenkraft mit genügend Strom zu versorgen soll das Edge eine Batterie-Technik nutzen, die eigentlich erst 2015 marktreif sein soll. Eine so genannte Nanodraht-Batterie erreicht höhere Energiedichten als die heute genutzten Lithium-Ionen Akkus. Praktisch einsetzbar ist diese Technik erst seit 2007 und dürfte ein Grund für den hohen Preis des Handys sein. Natürlich ist auch LTE mit an Bord. Das Besondere hierbei ist, dass alle 4G-Netze weltweit unterstützt werden sollen. Das hat bis jetzt noch kein Handy geschafft. Mit einer 8 Megapixel-Kamera auf der Rückseite und einer 2 Megapixelkamera auf der Front wird das Edge wohl kaum die Krone in diesem Bereich an sich reißen können.

Die Front des Ubuntu Edge. Quelle: Indiegogo

Das Edge ist PC und Smartphone in einem.

Auf der Softwareseite kommt natürlich Ubuntu zum Einsatz. Von den ersten Gehversuchen am Anfang des Jahres war unser Autor Christoph Reifers noch nicht allzu sehr angetan. Alles war zu diesem Zeitpunkt noch ein wenig unfertig und langsam. Hoffentlich hat Canonical da nachgeholfen.
Als Alternative ist allerdings auch Android vorinstalliert. Somit hat das Ubuntu Edge auch Zugang zum größten App-Angebot des Planeten und umgeht somit ein Problem, dass viele Handys haben, die auf einem neuen Betriebssystem basieren.
Doch warum packt Canonical überhaupt Ubuntu auf das Edge, wenn man es auch unter Android nutzen kann?
Ganz einfach. Das Ubuntu Edge ist mehr als ein gewöhnliches Smartphone. Es lässt sich mühelos an ein großes Display anschließen und per Maus und Tastatur steuern, eben durch das Ubuntu Betriebssystem. Vor allem normale Office-Arbeiten sollten das Edge vor keine große Herausforderung stellen. Für Leute, die viel unterwegs sind könnte diese Fähigkeit ein absoluter Kaufgrund sein. Auch hier bietet Canonical mit dem Ubuntu Edge eine Premiere für Nutzer an. Das Edge ist PC und Smartphone in einem.

Das Ubuntu Edge als vollwertiger PC. Quelle: Indiegogo

Das Edge ist definitiv ein vielversprechendes Gerät.


Das Edge ist definitiv ein vielversprechendes Gerät. Mit 4 GB RAM und 128 GB Festplatte samt einem noch nicht vorgestellten Prozessors könnte das Konzept eines Handys, das gleichzeitig ein vollwertiger Rechner ist, tatsächlich aufgehen. Zukunftssicher ist diese königliche Ausstattung allemal. Doch auch das Äußere hört sich extrem gut an. Es werden einige der härtesten Materialien der Welt genutzt um das Edge zu schützen und die Hoffnung ist definitiv da, dass das Edge auch mehr als 2 Jahre Nutzung ohne Kratzer übersteht. Mit 700€ bis 800€, wenn man Steuern und Versand mit einberechnet, ist das Edge absolut nicht günstig. Und liegt dennoch absolut unterhalb dem Preis des 64 GB iPhones, welches happige 899€ kostet. Im Mai 2014 soll das Edge ausgeliefert werden. Alle Interessenten sollten unbedingt so früh wie möglich zuschlagen. Exklusiver als das Ubuntu Edge kann ein Handy derzeit kaum werden. Vor allem dürfte die Akkulaufzeit spannend werden. Sollte die Kampagne scheitern, bekommen alle Unterstützer ihr Geld einfach wieder zurück. Fast $10 Millionen sind bis jetzt eingegangen und die Kampagne läuft nur noch 9 Tage.


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