Die Apple Watch – Kauft sie nicht!

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Es ist eine Woche her, dass Apple seine lang ersehnte Smartwatch vorgestellt hat. Seite an Seite mit den neuen iPhones konnte die Welt das kleine Stück Technik bestaunen. Wir sagen euch: Kauft es nicht!
Hier verraten wir euch warum.

Die Apple Watch ist in vielerlei Hinsicht ein extrem wichtiges Produkt. Für Tim Cook ist es das erste „One more thing“ und es ist die erste Produktkategorie in diesem Jahrtausend, die ohne Steve Jobs angegriffen wird. Diesen neuen Schritt verankert der Konzern auch im Namen des Gerätes. Das obligatorische „i“ fehlt. Es ist die Apple Watch und der Bezahldienst heißt Apple Pay.

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Wird die Apple Watch ein Debakel?

 

 

Doch Apple ist vergleichsweise früh am Markt. Samsung hat vor exakt einem Jahr ein Debakel mit seiner ersten Galaxy Gear erfahren. Auch ich habe die Smartwatch damals verrissen. Das Konzept der Smartwatch ist aber nicht nur neu für Kunden, sondern auch neu für die Hersteller. Niemand weiß so genau was eine gute Smartwatch tun soll. Wie interaktiv muss sie sein, wie lange kann der Akku halten und selbst der Formfaktor ist noch strittig.

 

 


Nicht so hübsch wie die Moto 360

 

 

Anders als beim iPhone ist die Apple Watch aber keine komplett neue Vision eines bekannten Konzepts. Ja, das Steuerungsrädchen klingt sehr sinnvoll und hat gewissen Charme. Der Gedanke Multitouch-Gesten nicht auf einem so kleinen Display ausführen zu lassen ist richtig und gut, doch die Uhr ist noch immer viereckig. Die Begeisterung über das Design der Moto 360 zeigt allerdings, dass ein rundes Design anscheinend, auch uns im Team, besser gefällt. Gleichzeitig sind Smartwatches derzeit mehr kleine Kinder der Smartphones. Kaum eine halbwegs tragbare Uhr kommt aus ohne permanent mit einem Smartphone Händchen zu halten. Die Apple Watch macht da keinen Unterschied. Sie ist kein Produkt um neue Kunden zu werben, sondern um jetzige Kunden noch tiefer in die schöne neue Apple-Welt zu ziehen. Unter diesem Aspekt wirkt schon der Einstiegpreis von 350€ utopisch.

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Der Akku ist noch ein Fragezeichen.

 

 

Hinzu kommt noch, dass Apple auch für all die anderen Probleme der Smartwatches keine Lösungen findet. Am Offensichtlichsten ist dabei die Akkuleistung. Einen Tag, länger halten die aktuellen Rechner am Handgelenk nicht aus. Der Konzern mit dem angebissenen Apfel hat es aber tunlichst unterlassen genaue Angaben zur Akkuleistung der Apple Watch während der Präsentation zu tätigen. Doch mehr als einen Tag wird auch die Apple Watch nicht schaffen. Immerhin soll man ja das tolle Ladekabel „jeden Abend“ nutzen können.

 

 

Apple ist unfassbar gut darin eine
zweite Generation zu bauen.

 

 

 

Der größte und wichtigste Punkt, weshalb man sich nicht in eine Apple Watch-Mania stürzen sollte kommt aber aus dem eigenen Hause. Das Unternehmen hat immer wieder bewiesen, dass es fantastische zweite Generationen von Geräten herstellen kann. So kam der revolutionäre AppStore erst mit dem iPhone 3G, also der zweiten Generation. Erst der zweite iPod schaffte den Sprung auf die Windowsrechner und damit in den Mainstream, doch das beeindruckenste Produkt in dieser Reihe dürfte das iPad 2 sein, dass fast 50% dünner war als der Vorgänger und auch heute nach 3,5 Jahren auf dem Markt noch mit iOS 8 versorgt wird. Die Apple Watch 2 wird ohne Frage in allen Punkten signifikant besser sein als die jetzige Uhr.

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