Netflix ist in Deutschland gestartet! – Unsere erste Einschätzung. (Update!)

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Gestern startete Netflix in Deutschland. Das Unternehmen, welches nicht nur das Fernsehen sondern auch das Internet umkrempelt , hat nach einer gefühlten Ewigkeit nun endlich geschafft auch in den deutschsprachigen Raum zu kommen. Wir haben uns 24 Stunden lang rote Augen geguckt und sagen euch mit was ihr rechnen könnt und ob sich Netflix lohnt.

Netflix hat ursprünglich nichts mit dem Internet zu tun. Gestartet ist das Unternehmen mit einem Versandservice für DVDs und Blurays. Für die Jüngeren unter euch sei erklärt, dass dies silberne Scheiden Scheiben waren, die man in besonders dafür ausgelegte physische Laufwerke legen musste und so Filme gucken konnte.

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Angefangen hat alles mit DVDs.

Streaming war im Jahr 1997 noch mehr eine unrealistische Wunschvorstellung einiger absoluten Nerds. Der Erfolg, den das Unternehmen schnell feiern konnte, basierte auf zwei Grundlagen. So konnte man bereits 1999 gegen eine monatliche Gebühr eine Flatrate buchen mit der man so viele Filme im Monat gucken konnte, wie man wollte, und zum anderen verlangte Netflix keine Überziehungsgebühr.
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Der Markt ist schon gut gefüllt.

Nach rund einer Milliarde verschickter Silberscheiben begann Netflix 2007 mit dem Streaming und startete so seine unfassbare Erfolgsgeschichte. Mittlerweile produziert das milliardenschwere Unternehmen Erfolgsserien wie Arrested Development und natürlich das fantastische „House of Cards“. Nach sieben Jahren schafft es der US-Gigant nun endlich auch nach Deutschland und muss sich hier gegen starke Konkurrenz behaupten. So bieten Watchever und Maxdome bereits gute Angebote und sind auch so gut wie allen Plattformen verfügbar. Gleichzeitig haben diese Anbieter ihr Repertoir verstärkt. Auch Amazon mischt mit seinem „Instant Video“ seit diesem Jahr gehörig mit.

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Einige Inhalte gibt es in 4K zu sehen.

Wir haben den Service nun seit rund 24 Stunden testen können und sind grundsätzlich sehr zufrieden. Die Bedienung ist einfach und eingängig, alles ist sowohl im Browser als auch auf mobilen Geräten verfügbar und auch sonst bietet Netflix alles was auch die Konkurrenz zu bieten hat.
Der Katalog der verfügbaren Titel ist praktisch Deckungsgleich zu den Angeboten von Watchever und Maxdome. Nur an einer Stelle trumpft Netflix auf und das richtig. Nur bei Netflix lassen sich die grandiosen und mehrfach ausgezeichneten Eigenproduktionen gucken. Diese gibt es dann auch noch in Ultra-HD, dass man auch 4K nennt. Hier kann sich der rote Streamingriese wirklich absetzen.
Wie es sich mittlerweile gehört, bietet auch Netflix so gut wie alle Inhalte auch in der Originalvertonung oder mit Untertiteln an.

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Das beste Feature ist ein kleiner Knopf.

Preislich liegt das Angebot im moderaten Mittelfeld. Ab 8€ im Monat lassen sich alle Inhalte angucken. Wer auf 2 Geräten gleichzeitig gucken will und in den Genuss von HD-Auflösungen kommen will muss noch einen Euro monatlich mehr berappen. Das größte Paket erlaubt für 12€ pro Monat dann den Zugang zu den Ultra-HD Inhalten und dem Streaming auf bis zu 4 Geräten gleichzeitig. Besonders für WGs dürfte die letzte Option eine fantastische Neuigkeit sein. Ebenfalls genial finden wir, dass es einen Button gibt auf dem man sein Abo einfach beenden kann. Kein Briefwechsel ist nötig.
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House of Card ist das Zünglein an der Waage.

Insgesamt bietet Netflix aulso das, was wir auch von den anderen Anbieter her kennen. Dennoch ist Netflix insgesamt der wohl beste Streamingservice im Land. Anders als bei Maxdome verwirren die US-Amerikaner den Nutzer nicht mit undefinierten Paketen, die dann nur die Hälfte des Katalogs gucken dürfen.
Die Abgrenzung gegenüber Watchever ist dabei schon schwieriger. Kaum jemand besitzt einen 4K-Bildschirm weshalb die Ultra-HD Auflösung für die meisten nutzlos sein dürfte.
Der Katalog ist zudem gleich und auch preislich tun sich die Angebote kaum etwas. Netflix gewinnt hier einfach aufgrund seiner exklusiven Inhalte und, so lächerlich es klingt, auf Grund des Buttons zum Kündigen.
Wer noch nicht „House of Cards“ geguckt hat sollte eh den Probemonat in Anspruch nehmen. Die Serie sollte man aber unbedingt im englischen Original sehen. Watchever-Kunden verpassen bis auf die Netflixformate allerdings nichts.

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