Microsoft hat die Hardware der neuen Xbox vorgestellt.

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Nach den wohl eher enttäuschenden Verkaufszahlen der originalen Xbox One bessert das Unternehmen nun nach. Nach der Xbox One S erwartet uns in diesem Jahr Project Scorpio und dessen Spezifikationen sind nun offiziell vorgestellt.

Mit der Scorpio verspricht Microsoft nichts weniger als volles 4K Gaming.
Für die Darstellung von einer solch großen Auflösung muss die Konsole einiges an Leistung erbringen. Ein einziges Bild in dieser Auflösung hat mehr als 8 Megapixel. Für ein flüssiges Spiel bedarf es allerdings mindestens 30 Bilder, besser noch 60 Bilder pro Sekunde. Das sind eine riesige Menge an Pixeln, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Xbox One einige Spiele nur in 900p, also mit nur 1,3 Megapixeln darstellt und maximal die Full-HD Auflösung, 1080p, mit rund 2 Megapixeln berechnen kann.
Die neue Konsole muss demnach um ein Vielfaches schneller als alle bisherigen Xbox sein.

Genau dies versprach Microsoft bei der Enthüllung im letzten Jahr auch. Anstatt der 1,31 Teraflops der Xbox One soll die Scorpio satte 6 Teraflops an Grafikleistung vor den Fernseher bringen. Das ist eine Steigerung um das 4,5-Fache.
Trotzdem wird die Scorpio weiterhin der Xbox One Familie angehören. Alle Spiele, die jetzt auf dem Markt sind werden auch auf der Scorpio laufen und auch die zukünftigen Xbox-Spiele unterstützen die Xbox One. Microsoft schlägt folglich einen ähnlichen Weg, wie ihr großer Konkurrent, Sony, ein. Diese hatten im letzten Jahr die Playstation 4 Pro veröffentlicht, die ebenfalls deutlich stärker als die PS4 ist, allerdings nicht alle Spiele in 4K darstellen kann.

Kommen wir zum technischen.
Schon am Prozessor merkt man der Scorpio an, dass sie auf der Xbox One basiert.
Wie schon in der 2013 erschienen One werkelen auch in der Scorpio acht Jaguar Kerne von AMD. Diese sind in zwei Quadcores aufgeteilt, die jeweils 2 MB an L2 Cache besitzen. Spekulationen, dass Microsofts neue Wunderwaffe auf den aktuellen Ryzen-Prozessoren basieren könnte, sind somit widerlegt.
Dennoch ist der Prozessor deutlich schneller. Durch den Wechsel auf eine neue Herstellungsmethode und kleinere Bauteile schafft es Microsoft den Takt von 1,75 GHz auf beeindruckende 2,3 GHz zu steigern.
Die Grafikeinheit wir ebenfalls von AMD hergestellt und basiert auf der Polaris-Architektur des letzten Jahres. Ganze 40 compute units takten mit schnellen 1172 MHz und erreichen so tatsächlich die 6 Teraflops, mit denen Microsoft wirbt.
Die Spezifikationen erinnern dabei stark an AMDs aktuelles Top-Modell, die RX480.
Diese erreicht standardmäßig 5,8 Teraflops, greift aber auch nur auf 36 compute Units zurück, die dafür mit 1266 MHz laufen.
Auch der Arbeitsspeicher hat ein massives upgrade erhalten. So sind nun, anstatt der etwas umständlichen Kombination aus 8 GB des langsamen DDR3-RAM und 32MB des schnellen e-SRAM, verbaut Microsoft ganze 12 GB des fixen GDDR5-RAM. Allein 8 GB, 3 GB mehr als bei der Xbox One, stehen Spieleentwicklern zur Verfügung. Die restlichen 4 GB sind für das restliche System reserviert.
Der deutlich größere und schnellere Speicher ist zudem auch mit einem größeren Interface von 384 bit Breite angeschlossen. Die One setzt nur auf ein 256 bit Interface.

Gekühlt wird die Konsole dabei durch einen Kühler, der auf die Vapor Chamber Methode zurückgreift, die beispielsweise Nvidia für seine sündhaft teuren Spitzenmodelle der GTX 1080-Serie nutzt. Die heiße Luft wird dann von einem einzigen großen Lüfter aus der Konsole geschaufelt.

Laut Digital Foundry, die die Hardware schon vorzeitig testen konnten, läuft Forza Horizon 3 in einer 4K Auflösung mit geschmeidigen 60 Bildern pro Sekunde, ohne die Konsole voll auszulasten.
Es scheint also, als ob Microsoft sein Versprechen hält und die erste echte 4K Konsole auf den Markt bringt.
Ein Design, oder gar einen Preis gibt es allerdings noch nicht. Hierfür müssen wir auf die E3 im Sommer warten. Dort soll der Rest der Konsole vorgestellt werden.

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