Das 13“ MacBook Air – Das Laufzeit-Wunder (Update!)

Das MacBook Air 2013

Das MacBook Air 2013

 

Zugegeben, das MacBook Air ist schon seit fünf Monaten auf dem Markt, aber wir haben erst jetzt die Möglichkeit gehabt, Zeit mit Apples neustem Fliegengewicht zu verbringen und bringen euch Eindrücke aus einer Woche mit dem MacBook Air.

 

Bereits im Sommer bekam das MacBook Air sein Update für 2013 verpasst. Mit neuen Prozessoren, neuen Festplatten und neuen Grafikkarten befand sich zwar viel Neues innerhalb des Gehäuses, doch von Außen ist so gut wie kein Unterschied zu erkennen.

Einzige Design-Neuheit sind die beiden Mikrophonlöcher auf der linken Seite.

Einzige Design-Neuheit sind die beiden Mikrophonlöcher auf der linken Seite.

 

Nichts neues im Design, nicht schlimm, aber langsam langweilig.

Das Design des MacBook Airs hat sich seit 2010 nicht mehr verändert. Normalerweise wirkt ein Gerät nach einer solch langen Zeit ein wenig altbacken. Nicht so das Air. Das keilförmige Design, welches sich von 17mm an der dicksten Stelle bis hin zu messerscharfen 3mm an der Vorderseite hin verjüngt, ist noch immer toll, doch wird langsam langweilig. Das Air zwar nicht das dünnste Notebook auf dem Markt, doch die Konstruktion, die aus einem einzigen Block Aluminium gefräßt wird, wirkt extrem hochwertig. Das Design des MacBook Air lässt beim Nutzer keinen Zweifel daran aufkommen, dass es sich um ein Premium-Produkt handelt.
Wie gewohnt ist die Verarbeitung ebenfalls auf höchstem Niveau. Nichts knarzt und die Spaltmaße sind unwahrscheinlich gering. Ganz ohne Kritik kommen wir aber dann doch nicht aus. Einige Ultrabooks der Windowswelt sind mittlerweile deutlich dünner und leichter!
Die einzige Neuerung am Äußeren des MacBook Airs ist übrigens ein zweites kleines Loch auf der linken Seite des Gerätes, hinter dem nun ein zweites Mikrophon sitzt, dass bei Videotelefonaten die Umgebungsgeräusche herausfiltern soll.
Des Weiteren sitzt auf der linken Seite des Gehäuses ein Kopfhörerausgang, eine USB 3 Buchse und der Anschluss für das MagSafe Ladekabel. Auf der rechten Seite findet sich ein Thunderbolt-Anschluss, eine zweite USB 3 Buchse und ein Kartenleser für SDXC-Speicherkarten. Wie schon in den vergangenen Jahren sind Ethernet, HDMI aber auch ein VGA-Anschluss nur per Adapter möglich.

 

Mehr Speed gibt es in der neusten Version nicht.

Mehr Speed gibt es in der neusten Version nicht.

Neue Prozessoren und Grafikchips.

Im Inneren des diesjährigen Airs sitzt ein Core i5 Prozessor aus Intels aktueller Haswell-Serie. Der Dual-Core taktet mit 1,3 Ghz und wird von Intels HD 5000 Grafikchip unterstützt. Alternativ kann man gegen Aufpreis auch einen Core i7 mit 1,7 Ghz bestellen. Jedes MacBook Air wird mit mindestens 4GB an Arbeitsspeicher ausgestattet, der beim Kauf auf 8GB erweitert werden kann. In der Basis-Version muss der 13 Zöller mit 128 GB an schnellem SSD-Speicher als Festplatte auskommen, optional lassen sich aber auch 256GB oder sogar 512 GB verbauen.Die Version, die wir getestet haben war die Grundausstattung mit einem 1,3 Ghz Core i5, 4GB RAM und 128GB Festplatte. Unabhängig vom Austattungslevel unterstützen alle MacBook Airs nun auch den neuen WLAN-ac Standard und das Stromsparende Bluetooth 4.0.

 

Das Display geht in Ordnung, die Konkurrenz ist allerdings besser.

Das Display geht in Ordnung, die Konkurrenz ist allerdings besser.

Die Qualität des Displays stimmt, die Auflösung ist allerdings nur Mittelmaß.

Das 13 Zoll große Display löst mit 1440×900 Pixeln auf und erreicht damit eine Displayschärfe von fast 131 ppi. Im Gegensatz zum 13 Zoll MacBook Pro mit Retina Display ist das ein echtes Manko und auch außerhalb der Apfel-Rechner machen das einige Notebooks, wie das fantastische Sony Vaio Pro 13 mit einem Full-HD Panel und einer Schärfe von 169ppi, deutlich besser. Zwar stimmt die Qualität des Displays, Farben werden ordentlich dargestellt und auch die Blickwinkelstabilität geht in Ordnung, aber im Vergleich zur Konkurrenz muss sich das MacBook Air beim Display kampflos geschlagen geben.
Hiermit will ich nicht sagen, dass das Display auffallend schlecht ist und im Alltag stört, aber bei einem solchen High-End Produkt kann man von Apple einfach mehr erwarten. Das Display ist eben nur noch durchschnittlich.

Wenn andere an die Steckdose müssen läuft das Air noch für Stunden!

 

Das aktuelle MacBook Air hat uns dennoch vom Hocker gehauen. Das liegt vor Allem an der absolut fantastischen Akkulaufzeit. In unserem Alltagstest konnten wir ohne Probleme 9 Stunden am Gerät Schreibarbeiten und das gelegentliche Vorbeisurfen auf Facebook, Twitter und co. erledigen und hatten am Ende des Tages immer noch mehr 25% des Akkus gefüllt. Beim Videotest, in dem wir die Display-Helligkeit auf 65% stellen, das WLAN Modul angeschaltet haben und ein Full-HD Video von der Festplatte in Dauerschleife laufen lassen, ist dem MacBook Air erst nach 9 Stunden die Puste ausgegangen.
Im Alltag dürfte Apples Leichtgewicht also die angegebenen 12 Stunden Akkulaufzeit erreichen können, wenn man es nicht zu sehr fordert. Wer es wirklich darauf anlegt, kann den Akku bei voller Displayhelligkeit und unter voller Last auch in weniger als 2 Stunden entleeren, wie unser Test mit dem Battery Eater-Tool zeigte.
In jedem Fall sind alle gemessenen Werte für einen Laptop, der ohne externe Batterie auskommt unwahrscheinlich hoch. Das MacBook Air von letztem Jahr schaffte gerade einmal eine halb so lange Laufzeit beim Surfen und Arbeiten. Auch die Konkurrenz aus der Windowswelt schaltet sich schon lange vor dem MacBook Air aus. (Update: Unter Mavericks konnten wir beim MacBook Air 13″ trotz des stärkeren i7-Prozessors ganze 15 Stunden aus dem Akku kitzeln.)
Die herausragende Akkulaufzeit ist vor Allem aber Intels neuem Prozessor und Grafikkarte zu verdanken. Auch Windows-Laptops erreichen dank der neuen Haswell-Generation längere Laufzeiten. Auch die relativ geringe Auflösung des Displays hilft dem Air so lange ohne einen Stromanschluss auszukommen.

 

Leider bringen die neuen Chips nicht mehr Leistung!

Leider bringen die neuen Chips nicht mehr Leistung!

Weniger Leistung als im letzten Jahr

Leistungstechnisch fällt im Alltag kein Unterschied zum Vorgänger auf. Ein Test in Geekbench zeigt jedoch, dass das aktuelle Modell sogar etwas weniger Leistung hat als der Vorgänger, dessen i5 Prozessor auf 1,8 Ghz getaktet war. Das aktuelle MacBook Air schaffte nur 6063 Punkte, wobei der Vorgänger mit 6176 Punkten noch einen Ticken schneller war. Im Alltag ist der minimale Verlust an Leistung aber nicht spürbar.
Wer hin und wieder eine Runde Half-Life 2 oder Portal 2 spielen will, kann das auch mit dem MacBook Air gut schaffen. Auch Diablo 3 lief auf mittleren Details ohne Probleme. Grafisch aufwendige Titel sollte man dem Air aber nicht zumuten, dafür wird die Leistung bei Weitem nicht ausreichen.

Mit ac-WLAN waren wir auch noch auf der Straße mit Internet versorgt.

Mit ac-WLAN waren wir auch noch auf der Straße mit Internet versorgt.

Das ac-Wlan überbrückte im Test 4 Stockwerke.

 

Positiv aufgefallen ist uns die Reichweit des WLAN-ac Moduls.  Wer schon einen Router sein Eigen nennt, der den neuen Standard sendet,  kann sich auf eine beeindruckende Reichweite seines eigenen WLANs freuen. Unser ac-Router steht im vierten Stock und das MacBook Air hatte vor der Tür noch entspannte 2 von 4 Balken Empfang. Ebenfalls toll sind die neuen Festplatten mit 720 Mb/s beim Lesen und 386 Mb/s bei Schreiben von Daten erreichen Apples neue Speicher Bestwerte im BlackMagic-Test.

 

Tolle Tastatur und ein Trackpad, das wirklich die Maus ersetzt.

Wie schon seit Jahren verbaut Apple hervorragende Tastaturen und das beste Trackpad der Industrie in seinen MacBooks. Die Tasten haben trotz der flachen Bauweise genug Hub und sind für dunkle Umgebungen sogar von hinten beleuchtet. Wie immer fantastisch ist das Trackpad. Das ganz leich texturierte Glas fühlt sich großartig an und macht eine Maus wirklich überflüssig. Zudem hat Apple in den vergangenen Jahren heftig daran gearbeitet durch immer mehr Gesten die Funktionalität des Trackpads zu erhöhen. Für mich ist und bleibt es bis heute ein Mysterium warum Hersteller von Windows PCs nach mittlerweile einem halben Jahrzehnt es nicht schaffen mit Apple in dieser Kategorie gleich zu ziehen.

Das MacBook Air 2013 ist ein perfekter Uni-Rechner!

Das MacBook Air 2013 ist ein perfekter Uni-Rechner!

Die klare Empfehlung für alle die ein leichtes Notebook für den Alltag und die Uni brauchen!

 

Apple besinnt sich im MacBook Air auf das Wesentliche. Dem Air fehlt ein neues Design um das dünnste Notebook zu sein und auch eine hohe Auflösung hat es nicht. Apple nutzt beide Nachteile und strickt daraus einen handfesten Vorteil. Das MacBook Air ist das erste Gerät, dass wirklich einen ganzen Tag mit nur einer Akkuladung durchhält. Der Luxus morgens aus dem Haus zu gehen und zu wissen, dass man sich den ganzen Tag nicht um eine Steckdose bemühen muss, ist fantastisch. Das diesjährige Air hat, Apple-untypisch, keine neuen tollen Funktionen, die die Freunde begeistert. Man kann nicht damit angeben das kleinste, leichteste oder dünnste Notebook zu haben. Nutzer von hochauflösenden Laptops aus der Mac- und Windows-Welt werden fragen, wie man ein so niedrig aufgelöstes Display überhaupt aushält, doch die Gewissheit dass ihre schicken Rechner bereits dann nach Strom lechzen, wenn der Akku des Airs gerade einmal die 50%-Marke erreicht ist mehr als genugtuend.
Mit einem Preis von mindestens 1099€ ist das Air nicht günstig, aber immerhin 100€ günstiger als der Vorgänger und nur im mittleren Preissegment der Ultrabooks. Wer nicht zu OS X wechseln möchte sollte alternativ zum Sony Vaio Pro in 13 Zoll greifen. Das Windows 8 Ultrabook hat einen höher aufgelösten Bildschirm mit Touchfunktion, kostet aber auch 100€ mehr. Die herausragende Akkuausdauer dürfen man aber nicht erwarten.

 

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Ein Gedanke zu „Das 13“ MacBook Air – Das Laufzeit-Wunder (Update!)

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