Microsoft bietet die Xbox One nun 100€ billiger an – Verliert dafür die Kinect und seine Vision

 

Die Xbox One in einer Nahaufnahme.

Die Xbox One in einer Nahaufnahme.

 

Microsoft stellte den Nachfolger der erfolgreichen Xbox 360 vor ziemlich genau einem Jahr vor und landete damit wohl eines der größten PR-Desaster, die es jemals im Technikgeschäft gegeben hat. Jetzt verwässert der Konzern zunehmend seine Vision der Xbox One.

 

Es war Mai 2013. Microsoft stellte die Xbox One vor, die völlig neue Wege im Bereich des Konsolenmarktes gehen will. Die Kinect sollte nun mit jeder Konsole verkauft werden und ermöglicht so die Steuerung über Gesten und die Stimme. Fernsehen ist ebenfalls ein riesiges Thema, da die schwarze Box nun auch beispielsweise die TV-Box von Sky steuern kann. Zwar sollen sich Spieler ihre Spiele nicht mehr untereinander leihen können, dafür will der Konzern die lästigen Wechsel der Blu-Ray abschaffen. Durch die Speicherung auf der internen Festplatte kann man schnell zwischen verschiedenen Spielen wechseln. Dafür musste die Konsole aber ständig mit dem Internet verbunden sein und die Kinect ebenfalls immer angeschlossen sein.
Das Konzept ist auf dem Papier eigentlich durchaus verlockend. Die Xbox One sollte mehr sein als nur eine Spielekonsole. Fernsehen, Filme, Spiele, Skype, Musik und alles per Geste und Sprache steuerbar.
Die Spielerschaft lief allerdings sturm und auch der große Konkurrent Sony machte innerhalb kürzester Zeit Witze über die Xbox One und ihr Verbot Spiele zu verleihen. Bereits vor der Veröffentlichung der Konsole ruderte der Windows-Hersteller zurück. Der Internetzwang und das Verbot Spiele zu verleihen fiel flach. Zudem startete die Xbox One nun auch ohne angeschlossene Kinect.

 

Der Lüfter der Xbox One.

Der Lüfter der Xbox One.


100€ ist der Preis für die Alleinstellungsmerkmale der Xbox One.

Der größte Schwachpunkt der Xbox One blieb jedoch. Microsofts Konsole war schlicht $100/100€ teurer als die Playstation 4 der Konkurrenz aus Japan. So verkaufte sich Sonys Konsole deutlich besser als die Xbox.
Dass soll sich nun ändern. Microsoft wirft nun auch den letzten Funken seiner Vision für die Zukunft über Bord und degradiert die Xbox so zu einer einfachen Spielekonsole. Die Xbox One soll demnächst, genau wie die Playstation, ab $399/399€ zu kaufen sein. Auf die Kinect muss man dabei aber verzichten. Coole Gesten, Sprachkommandos oder Skype-Anrufe sind damit nicht mehr möglich.

Die Xbox One. Bild: Microsoft

Die Xbox One.
Bild: Microsoft

Microsoft zieht mit Sony preislich gleich, verliert aber seine Vision.

Als Spielekonsole wird die Xbox One in den nächsten Jahren aber potentiell besser als sie bisher ist. So werden durch den Wegfall des Kamerasystems zusätzliche Ressourcen frei, die Entwickler in Zukunft nutzen können um den derzeitigen Leistungsnachteil zur Playstation 4 auszugleichen. Aktuelle Spiele laufen derzeit auf der Microsoft Konsole in einer deutlich niedrigeren Auflösung als bei der Konkurrenz.
Insgesamt verliert Microsoft durch diese Preissenkung auch den letzten Teil seiner Vision für die Xbox One. Spieler und Entwickler, die gehofft haben in Zukunft tolle Kinect-Spiele zu sehen werden hierdurch aber enttäuscht sein. Die Wahrscheinlichkeit für Kinect-Titel dürfte durch dieses Angebot ziemlich gering sein. Für alle, die nicht an der Spracherkennung und der Gestensteuerung interessiert sind, ist die Ankündigung aber eine tolle Nachricht.
Die beiden Konsolen sind nun deutlich vergleichbarer als vorher und wer Xbox-Exklusive Serien, wie Beispielsweise die Halo-Serie, spielen will kann nun $100/100€ beim Kauf der Konsole sparen.

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