UBER verspricht Jobs… zu vernichten

UBERMitte Januar versprach Travis Kalanick, CEO des 40 Mrd. Dollar Unternehmen, auf einer Konferenz in München das UBER in Europa 50.000 Jobs schaffen wird. Seit geraumer Zeit kämpf UBER in Europa mit einem schlechten Image und will es nun mit Job-Versprechen aufbessern. Doch wie viel von dem Versprechen ist PR und was ist UBERs Strategie auf lange Sicht?

Nur kurze Zeit später spricht Kalanick davon, dass er gerne die Fahrer durch selbstfahrende Autos ersetzen würde. Dies ist kein ferner Traum sondern könnte bald Wirklichkeit werden und wird unterstrichen mit dem Bau eines „Adanced Technoloies Center“ in Pittsburgh, in dem UBER eigene selbstfahrende Autos herstellen möchte.

Um UBERs Arbeitgeberstrategie zu verstehen hilft es sich einen Bericht von Morgan Stanley anzuschauen, der belegt, dass nur 50% der Fahrtkosten, die ein Kunde bezahlt, am Ende beim Fahrer als Gehalt ankommen. Der Zweitgrößte Posten, noch vor Spritkosten, ist die Gebühr die ein Fahrer an Uber zahlen muss (20% der Fahrtkosten).

Uber CEO Kalanick

Uber CEO Kalanick

Der größte Kostenpunkt für UBER ist also der Fahrer. Diese Kosten könnte UBER in Zukunft mit dem Einsatz von selbstfahrenden Autos sparen. Viele Zeitungen haben in den letzten Tagen davon berichtet, doch wie profitabel das für UBER werden könnte zeigt eine kaum besprochen Studie der Columbia University. Dort hat man herausgefunden, dass UBER mit nur 9.000 selbstfahrenden Autos alle Taxen in NY City ersetzen könnte. Passagiere hätten eine Durchschnittswartezeit von 36 Sekunden und Kosten von 0,50$ pro Meile (zurzeit ca. 2$). Bei so niedrigen Kosten wird das Auto als Besitzgut in Großstädten überflüssig.

Pricewaterhouse Cooper (einer der größten Wirtschaftsprüfer der Welt) sieht in der Folge der Masseneinführung von selbstfahrenden Autos eine Reduzierung von bis zu 99% der benötigten Autos in den USA.

UBER ist nicht einfach ein Taxiunternehmen sondern das Unternehmen, das den Schritt in die „transportation cloud“ einleitet. Es werden vielleicht kurzfristig 50.000 Jobs geschaffen, langfristig aber eine komplette Industrie umgekrempelt, in der der Kostenpunkt Mensch aussortiert wird. Schon heute ist in Großstädten ein deutlicher Rückgang der Autobesitzer zu verzeichnen. UBER will von diesem Trend profitieren und ihn unterstützen. Dies macht UBER in dem es langfristig einen Service bieten will, der auch finanziell den Autokauf unattraktiv machen soll.
Sollte dies gelingen wird das auch Autoindustrie zu spüren bekommen. Die Langzeitfolgen für Gesellschaft und Wirtschaft sind kaum abzuschätzen. Klar sein dürfte jedoch, dass die versprochenen 50.000 Jobs, wenn sie kommen, nicht von Dauer sind.

Jonas

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