Op-Ed: Britische Regierung gibt 10 Millionen für die Bewachung von Assange aus!

 Kosten Assange Wikileaks Bewachung.

1522 Tage. So lange sitzt Wikileaks-Gründer Julian Assange nun schon in der Botschaft von Ecuador, einer Zelle oder im Hausarrest fest. Obwohl er nicht angeklagt ist bewachen jeden Tag mehrere Polizisten die Botschaft um sicher zu stellen, dass Assange nicht entwischt. Nun erreichen die dadurch entstandenen Kosten eine traurige, neue Marke.

 

Julian Assange mag kein großer Sympathie-Träger sein und die Anschuldigungen der Vergewaltigung dürften seinen Beliebtheitswerten sicherlich nicht geholfen haben. Eine Anklage gegen ihn wurde jedoch nie eingereicht. Weder die Staatsanwaltschaft noch die betroffenen Frauen haben rechtliche Schritte bemüht. Dennoch versteckt sich der Australier seit Jahren vor der britischen Justiz.

 

Assange ist der Gründer und das Gesicht von Wikileaks, einer Plattform, die es Menschen ermöglicht Informationen und Dokumente anonym an die Öffentlichkeit zu bringen, die Regierungen lieber geheim halten möchten. Der bekannteste Coup gelang der Plattform mit der Veröffentlichung der Dokumente zum Irakkrieg und dem Video indem US-Soldaten aus einem Kampfhubschrauber Journalisten bei der Arbeit mit einem „Light them up“ töteten.
Bradley Manning, der Soldat, der diese Informationen an Wikileaks gab sitzt mittlerweile im Gefängnis. Doch auch das Gesicht der Veröffentlichungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, sah sich zusehens unter Druck gesetzt. Er floh in die Botschaft von Ecuador, die ihn Aufnahm und ihm Schutz versprach.
Seitdem bewacht die britische Polizei das Gebäude und verursacht dadurch hohe kosten.

 

Londons Bürgermeister Boris Johnson nannte diese Aktion schon 2013 „absolut bescheuert“ und forderte das dort ausgegebene Geld besser in die tägliche Aufklärung von Verbrechen zu investieren. Für ihn sei das Geld, welches zur Bewachung von Assange ausgegeben werde, „komplett verschwendet“.

 

Die Summe der Kosten beläuft sich seit ein paar Stunden oberhalb der 10 Millionen Pfund Marke. Sollte die britische Regierung ihre Strategie im Fall Assange nicht ändern werden die Kosten in Zukunft noch weiter wachsen. Ecuador hat dem Wikileaks-Gründer seinen unbegrenzten Schutz versprochen und Assange ist noch relativ jung. Viel Zeit also um Polizisten vor der britischen Botschaft zu postieren und damit von tatsächlicher Polizeiarbeit abzuhalten.

Quellen:
Govwaste
John Pilger
Boris Johnson

 

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